Schlacht am Weißen Berg bei Prag
(Pieter Snayers?, um 1620/1630)

Schlacht am Weißen Berg bei Prag (8. November 1620), Pieter Snayers? (1592-1667), um 1620/1630, Inv. Nr. A 10756 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Gert Schmidbauer)Am 8. November 1620 fand am Weißen Berg bei Prag eine der folgenreichsten Schlachten des Dreißigjährigen Krieges statt. Die katholischen Armeen trafen hier auf die aufständischen Böhmen. Vermutlich schuf Pieter Snayers (1597-1667) dieses Gemälde der Schlacht am Weißen Berg bei Prag am 8. November 1620.
Das Bild zeigt eine Hügellandschaft mit den aufeinander prallenden Gegnern. Die Schlacht zwischen den katholischen Armeen und den aufständischen Böhmen war eine der bedeutendsten Schlachten des Krieges. Unter einem bewölkten Himmel sind die Truppen der Liga zu sehen, die von links vorbeiziehen. Im Vordergrund links sind Kürassiere in schwarzen Harnischen zu erkennen. Ein Trompeter gibt Signale. Rechts sind zwei leichte Feldgeschütze in Stellung gegangen, von denen eines geladen wird, während das andere auf den Gegner feuert.

Im Mittelgrund ist eine vierspännige Kutsche zu erkennen. Ihr voraus reitet in schwarzem Harnisch und mit rotem Federbusch Herzog Maximilian von Bayern. Er wird von Gardesoldaten zu Fuß begleitet.
Rechts im Hintergrund flüchten die Truppen des Winterkönigs Friedrich von der Pfalz in Richtung Prag. Anders als im großen Gemälde von Snayers werden hier nicht verschiedene Momente der Schlacht gezeigt, sondern eine Art Momentaufnahme.

Das Gemälde ist ab dem 4. Juni 2019 in der neuen Dauerausstellung „Formen des Krieges 1600-1815“ im Neuen Schloss zu sehen (Inv. Nr. A 10756). 2013 war es in der Sonderausstellung „Der Frieden von Utrecht“ (12.4. - 22.9.2013) im Centraal Museum in Utrecht und in der Fundación Carlos de Amberes in Madrid (26.11.2013 - 23.02.2014) zu sehen.