Neue Dauerausstellung seit 2019

Schatzkammer

Buckler oder Parierschild, Italien 15. Jahrhundert, Inv. Nr. A 8460 © Bayerisches Armeemuseum (Photo: Carlo Paggiarino)Auch im Armeemuseum gibt es Schätze. Für sie wurde in einem Turmraum sogar eine eigene Schatzkammer eingerichtet. Hier sind aber nicht Beutestücke zu sehen, sondern Dinge, die aufgrund ihrer Seltenheit ganz besonders wertvoll sind. Eine Pirschbüchse diente dem Pfalzgrafen Ottheinrich bei der Jagd. Das einzigartige Gewand eines europäischen Soldaten, gefunden in Peru, aus dem 16. Jahrhundert ist ein Zeugnis der frühen, gewaltsamen Expansion Europas nach Amerika.
In der Mitte steht aber die so genannte Passauer Rüstung aus der Zeit um 1350 – ein Vorläufer der späteren eisernen Harnische, wie sie dann von den europäischen Rittern getragen wurden.

 

 

Arsenal und Museum

Blick in die Dürnitz © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)Woher kommt das Museum? Im ersten Saal, der Dürnitz des Schlosses, ist eine große Zahl alter Waffen aufgestellt. So wird sichtbar, dass der älteste Teil der Sammlung des Museums auf die alten Zeughäuser in Bayern zurückgeht. Jahrhundertelang wurden hier nicht nur Waffen für den Gebrauch, sondern auch wertvolle Erinnerungsstücke aufbewahrt. Heute ist es wichtig, die Geschichte des Museums zu erzählen. Es wurde 1879 in München gegründet, um die Zeugnisse der bayerischen Vergangenheit dem Publikum zu zeigen. Damals tat man das voller Stolz über die militärischen Leistungen der Vergangenheit, vor allem den Krieg gegen Frankreich in den Jahren 1870/71. Aber man begann auch, die Dinge genauer zu erforschen und trat in Kontakt zu vielen anderen Museen der Welt.
Das Museum wurde 1945 schwer beschädigt, 1972 zog es nach Ingolstadt um. Die Stücke der Sammlung sind heute nicht mehr Trophäen, sondern Zeugnisse einer wechselvollen und von Krieg und Gewalt geprägten Geschichte.