Neue Dauerausstellung ab 4. Juni 2019

Formen des Krieges
1600-1815

Modell eines Mörsers, Ende 17. Jahrhundert, Inv. Nr. A 4420 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Gert Schmidbauer)Unter dem Titel „Formen des Krieges 1600-1815“ eröffnet das Bayerische Armeemuseum einen ersten Teil seiner neuen Dauerausstellung. Neben einer Schatzkammer mit besonders wertvollen Objekten, werden bestimmte Themenräume dem Besucher einen Einblick in die außergewöhnlichen Sammlungen des Museums geben. „Arsenal und Museum“, „Die Schlacht“, „Die Belagerung“ und „Der Kleine Krieg“ sind die Überschriften, unter denen die Räume stehen.

Aufbau im Raum "Die Schlacht in der Frühen Neuzeit" © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Tobias Schönauer)

Höhepunkte der Kriegsgewalt in der Frühen Neuzeit waren Schlachten zwischen ganzen Armeen. Schlachten waren oft nicht kriegsentscheidend, aber in wenigen Stunden wurden Tausende von Soldaten getötet und verwundet. Anhand von Bildern, Ausrüstungsgegenständen, Waffen und archäologischen Funden werden die Brutalität und das Leid auf und neben den Schlachtfeldern dieser Zeit gezeigt.

Belagerungen fanden weit häufiger statt als große Schlachten. Festungen waren strategische Punkte, um deren Besitz sich viele Feldzüge drehten. Für die Bevölkerung war jedoch der so genannte „Kleine Krieg“ allgegenwärtig. Plünderungen, Raubzüge, Vergewaltigungen und Terror waren Bestandteile dieser alltäglichen Erfahrung von Not und Gewalt.

Pavese der Stadt Schongau, Ende des 15. Jahrhunderts, Inv. Nr. A 197 © Bayerisches Armeemuseum (Photo: Carlo Paggiarino)Einzigartige Exponate wie seltene Rüstungen und Waffen, Gemälde, Modelle und Textilien führen den Besuchern vor Augen, wie Krieg und Gewalt diese Epoche prägten. Unter anderem finden sich in der neuen Dauerausstellung Kleidungsstücke eines spanischen Conquistadoren, alte Schilde mit prächtigen Wappen, ein Wald aus Hellebarden, eine Schlachtszene aus dem Dreißigjährigen Krieg, das erste Modell der Festung Ingolstadts und die älteste Schubkarre Europas.