Führungsangebote für Einzelbesucher

  

Formen des Krieges 1600-1815 (Neues Schloss)

Der erste Abschnitt der neuen Dauerausstellung zeigt die Formen des Krieges in der Zeit von etwa 1600 bis 1815. Sie ist im Neuen Schloss in Ingolstadt zu sehen.
Die Führung gibt einen Überblick über die Geschichte des Bayerischen Armeemuseum, seine Herkunft aus den bayerischen Zeughäusern und führt in die Schatzkammer mit besonders kostbaren Objekten, die jedoch nicht aus Gold oder mit Edelsteinen besetzt sind. Ihr Alter und ihre Seltenheit machen sie einzigartig. Der erste Stock widmet sich den verschiedenen Formen der Kriegsführung zwischen 1600-1815. Das Museum zeigt hier Objekte zum Themenkomplex "Die Schlacht". Ausgehend von einer großen Reiterinszenierung zum Dreißigjährigen Krieg werden die Waffenentwicklung und die Ausrüstung der Türkenkriege, der Erbfolgekriege und der Revolutionskriege (Napoelonischen Kriege) ebenso gezeigt wie Tod und Leid der Soldaten, die in diesen Schlachten verwundet und getötet wurden. Die beiden Turmräume sind den "Belagerungen" und dem "Kleinen Krieg" (also dem Alltagskrieg) gewidmet. Der Bau und die Verteidigung von Festungen war auch für die Zivilbevölkerung besonders aufwändig und gefährlich. Und außerhalb befestigter Plätze litt man unter marodierenden, also unkontrolliert herumziehenden, Soldatengruppen.
Treffpunkt: Museumskasse im Neuen Schloss
Dauer: ca. 90 Minuten

Kostenlose Führungen finden an folgenden Terminen statt:

Sonntag, 15. September 2019, 14.00 Uhr
Sonntag, 10. November 2019, 14.00 Uhr
Sonntag, 8. Dezember 2019, 14.00 Uhr

 

Belagerungsharnisch aus der Rüstkammer der Fürsten von Braunschweig, um 1680, Inv. Nr. 0277-2017 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Gert Schmidbauer)

 

Der Erste Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg ist eine Zäsur in der Geschichte Europas und weit darüber hinaus. Die Vernichtungskraft der Armeen erreichte eine bis dahin unvorstellbare Dimension und erschütterte die Grundfesten der Alten Welt. Die Führung durch die Abteilung Erster Weltkrieg gibt einen Überblick über Ursachen und Verlauf dieser "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" und veranschaulicht anhand ausgewählter Exponate den zermürbenden "Alltag" an der Front sowie das Leiden der Bevölkerung in der Heimat. Die abwechslungsreiche Ausstellung zeigt die vielen Facetten dieses Konfliktes, der Millionen von Menschenleben forderte und zu einem tiefgreifenden Veränderung in der europäischen Gesellschaft führte. Treffpunkt: Museumskasse im Reduit Tilly
Dauer: ca. 90 Minuten

Kostenlose Führungen finden an folgenden Terminen statt:

Sonntag, 1. September 2019, 14.00 Uhr
Sonntag, 6. Oktober 2019, 14.00 Uhr
Sonntag, 3. November 2019, 14.00 Uhr
Sonntag, 1. Dezember 2019, 14.00 Uhr

 


  

Die bayerische Polizei im 20. Jahrhundert

Erstmals wird die Geschichte der Polizei in Bayern in einer Dauerausstellung präsentiert. Die Schau erstreckt sich von den Anfängen während der Revolutionsjahre 1918/19 über die Terrorherrschaft in der Zeit des Nationalsozialismus bis zu den Kämpfen um die Wiederaufarbeitungsanlage
in Wackersdorf in den 1980er Jahren.
Hunderte von Objekte geben einen Überblick über die abwechslungsreiche Geschichte der bayerischen Polizei, die zunächst noch paramilitärisch ausgebildet und ausgerüstet war, denn man glaubte, eventuell einen Bürgerkrieg niederschlagen zu müssen. Der Hitlerputsch des Jahres 1923 machte diese Notwendigkeit deutlich. Später zeigen unterschiedliche Biographien, wie sich Polizeibeamte mit dem Regime der Nazis arrangierten oder sich dagegen stemmten. Ein großer Teil der Ausstellung schließlich widmet sich der Zeit der Bundesrepublik, in der so wichtige Weichen gestellt wurden, wie die Freigabe des uniformierten Polizeidienstes für Frauen oder die Verdrängung des Dorfgendarmen durch die Funkstreifen in ihren PKWs.
Die Führung gibt einen Überblick über die Dauerausstellung des Museums und will Anregungen geben, sich auf Entdeckungstour durch den Turm Triva zu begeben.

Treffpunkt: Museumskasse im Turm Triva
Dauer: ca. 90 Minuten

Handschellen (um 1900) © Bayerisches Armeemuseum



Radarfalle zum Blitzen von Fahrzeugen mit überhöhter Geschwindigkeit © Bayerisches Armeemuseum

Exkursion zum Fort Prinz Karl

Das Fort Prinz Karl wurde 1877-1881 erbaut. Es gehörte zur letzten Ausbaustufe der 1828 gegründeten Bayerischen Landesfestung Ingolstadt. Zwar wurde die Festung nie unmittelbar angegriffen, aber das Bauwerk diente doch sehr unterschiedlichen Nutzungen. So wurde es während des Ersten Weltkriegs Kriegsgefangenenlager für so berühmte Gefangene wie den späteren sowjetischen Marschall Michail Tuchatschewski oder den französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle.
Aber auch in späteren Jahren war das Fort Gefängnis und Lager: von November 1918 bis Juli 1919 brachte man hier als politische Häftlinge die Teilnehmer am Spartakusaufstand unter. Und von 1920–24 warteten im so genannten Ausländersammellager Fort Prinz Karl viele unerwünschte Personen, überwiegend Ausländer (u.a. so genannte „Ostjuden“), auf ihre Ausweisung aus Bayern.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde hier Munition abgefüllt und sowohl die US Armee (1945/46) als auch die Bundeswehr (1957–1971) nutzten den ehemaligen Festungsbau als Munitionslager.
Eine reguläre Nutzung dieses Gebäudekomplexes ist schwer möglich. Die Räume sind feucht, dunkel und kaum zu heizen. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs befindet sich der Kampfmittelräumdienst in Teilen des Forts, der Rest steht weitgehend leer.
Durch umfangreiche Verkehrssicherungsmaßnahmen in den vergangenen Jahren und die Kooperation zwischen der Immobilien Freistaat Bayern und dem Bayerischen Armeemuseum wurde nun die Möglichkeit geschaffen, in diesem hochspannenden Gebäude Führungen anzubieten.

Individuelle Führungen und Gruppenführungen werden angeboten

Genauere Informationen finden Sie hier.

Munitionsbunker des Fort Prinz Karl © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Tobias Schönauer)Kehlkaserne des Fort Prinz Karl (Haupteingang) © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Tobias Schönauer)