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Objekt des Monats

Dienstmütze  für Unteroffiziere und Mannschaften des 19., 20. und 21. (Bayer.) Infanterie-Regiments (Modell 1920), Inv. Nr. H 11999 © Bayerisches Armeemuseum

Bierkrug
(Bayern, um 1886)

Bierkrug (Bayern, um 1866) © Bayerisches Armeemuseum

Bierkrug (Bayern, um 1866) © Bayerisches ArmeemuseumIn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, vor allem aber während der Kaiserzeit kam es bei Andenken an die Militärzeit, so genannten Reservistica, zu einer besonderen Blüte. Daneben dienten Bierkrüge jedoch auch dazu, sich an besondere Ereignisse oder historische Persönlichkeiten zu erinnern.

Bis 1886 prägte der Raupenhelm das Bild der bayerischen Armee wesentlich. Er war so erfolgreich, dass er sogar ins Ausland exportiert wurde. Manche deutsche Länder, wie Württemberg, Sachsen oder Hannover, übernahmen zeitweise diese Form. Nach dem für Bayern verlorenen Krieg von 1866 und der Gründung des Kaiserreichs  1871 wurde die auch „Kaskett“ genannte Kopfbedeckung jedoch durch die preußische Pickelhaube ersetzt.

Auf diesen Umbruch in der Ausrüstung der bayerischen Armee nimmt der Krug Bezug. Er zeigt zwei Münchner Kindl, von denen das linke das bayerische Kaskett, das rechte bereits die Pickelhaube trägt. Das Kind mit dem Raupenhelm hält ein Taschentuch in der Hand und weint, wohingegen das andere salutiert. Im Hintergrund sind die Ruhmeshalle mit der Bavaria in München zu sehen. Spruchbänder unter der Darstellung tragen den Text:

Die Raupe geht und nimmer kehrt sie wieder.

Dazwischen ist ein bayerischer Rautenschild zu sehen.

Das Stück spiegelt die patriotische Stimmung dieser Zeit gut wieder, die durchaus zwiespältig war, denn die Darstellung suggeriert auf der einen Seite das Bedauern über das verlorene Alte, auf der anderen einen eher optimistischen Blick in die Zukunft, denn das Taschentuch steckt noch im Gürtel, das Kindl jedoch salutiert mit einem Lächeln im Gesicht.

Das Stück ist nicht in der Dauerausstellung zu sehen, sondern befindet sich im Depot (Inv. Nr. 354-1989).

 

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