Objekt des Monats

Feldbinde, ursprünglich wohl grünblau, deutsch (?), 17. Jahrundert, Inv. Nr. N 5109 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Gert Schmidbauer)
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Pressemitteilungen/Bilder

Kategorie: Friedensbeginn? Bayern 1918-1923
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jpg.png Durchschossene Brieftasche

Brieftasche des Andreas Schneeberger, Inv. Nr. 0146-1998 © Bayerisches ArmeemuseumDurchschossene Brieftasche des Andreas Schneeberger

Der Chevauleger stammte aus Kriegshaber bei Augsburg und rückte gleich bei der Mobilmachung ins Feld.
Schneeberger fiel am 6. August 1915 bei Dompierre in Nordfrankreich. Die durchschossene Brieftasche enthält mehrere Briefe von Emilie Beneš, seiner Freundin oder Verlobten, die sich sehr um ihren „Anderle“ sorgte. Die Briefe stammen aus dem Juli 1915, der letzte vom 26. Juli und schloss mit Grüßen von seiner „immer weinenden Emilie.“

(Bayerisches Armeemuseum, Inv. Nr. Inv.-Nr. 0146-1998, Foto: Andreas Schmidt)



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jpg.png Massenversammlung auf der Theresienwiese

Massenversammlung auf der Theresienwiese, Fotografie 1918. Bayerische Staatsbibliothek, Sign. Hoff-5124 © Bayerische StaatsbibliothekMassenversammlung auf der Theresienwiese

Erhard Auer, Vorsitzender der SPD, wollte am 7. November 1918 mit einer großen Friedensdemonstration auf der Theresien-wiese ein Ventil für den aufgestauten Druck schaffen, um die „Massen“ in der Hand zu behalten.
Kurt Eisner, führender Kopf der Münchner USPD, plante aber, diese Veranstaltung als Ausgangspunkt für einen revolutionären Umsturz zu nutzen.

(Bayerische Staatsbibliothek, Sign. Hoff-5124)



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jpg.png Offizierskokarden und abgerissene Schulterstücke

Offizierskokarden und abgerissene Schulterstücke, Inv. Nr. N 5254 © Bayerisches ArmeemuseumOffizierskokarden und abgerissene Schulterstücke

Mit der Revolution war auch die autoritäre Herrschaftsgewalt der militärischen Funktionseliten zu Ende gegangen. Überall dort, wo Offiziere sich weigerten, ihre Insignien des Ranges abzulegen, bekamen sie am eigenen Leib zu spüren, dass mit dem Krieg auch die Autorität, die ihnen qua ihres Ranges verliehen wurde, verloren war. Die öffentliche Degradierung von Offizieren war ein Sinnbild des politischen Umsturzes und prägte sich tief in die Erinnerungen der Zeitgenossen ein.

(Bayerisches Armeemuseum, Inv.-Nr. N 5254, Foto: Andreas Schmidt)



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jpg.png Jubelnde Soldaten am 8. November 1918 vor dem Mathäserbräu

Jubelnde Soldaten am 8. November 1918 vor dem Mathäserbräu, Bayerische Staatsbibliothek, Sign. Hoff-5123 © Bayerische StaatsbibliothekJubelnde Soldaten am 8. November 1918 vor dem Mathäserbräu

Entscheidend für den Erfolg von Eisners Aktion war die Stellungnahme der Soldaten, die sich ihm anschlossen. In der Nacht von 7. auf den 8. November rief Eisner den Freistaat Bayern aus. Im Mathäserbräu konstituierte sich ein Arbeiter- und Soldatenrat.

(Bayerische Staatsbibliothek, Sign. Hoff-5123)



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jpg.png Zurück in der Heimat

Heimkehrende Soldaten, Fotografie 1918, Inv.-Nr. 0517-2018.a © Bayerisches ArmeemuseumZurück in der Heimat

Das Bild zeigt Soldaten einer bayerischen Kraftwagenkolonne, die den Weg von Frankreich zurück in die Heimat wohl im Landmarsch bewältigt haben. Auf dem Fahrzeug liest man „Maubeuge“ und „München“.
Die Soldaten tragen ihre Mäntel betont lässig und zeigen damit, dass sie sich nicht länger an die verlangte militärische „Strammheit“ gebunden fühlen. Am Fahrzeug sind zwei weißblaue Fahnen befestigt, während ein Soldat eine rote in der Hand hält. Sie ist mit dem Ganzen also weniger eng verbunden – ein treffendes Sinnbild für den Charakter der Revolution in Bayern.

(Bayerisches Armeemuseum, Inv.-Nr. 0517-2018.a)



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jpg.png Spartakus

Die Rote Fahne, Plakat von Alfred Stiller, wohl 1919, Farblithographie, Inv.-Nr. 0945-1994 © Bayerisches ArmeemuseumSpartakus

Die „Rote Fahne“ war der Parteizeitung der Spartakusgruppe, die sich am 31. Dezember 1918 als „Kommunistische Partei Deutschlands“ konstituierte.

(Bayerisches Armeemuseum, Inv.-Nr. 0945-1994)



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jpg.png Artillerie im Straßenkampf

Postkarte aus dem Fotoalbum eines preußischen Offiziers, Fotografie 1918, Inv.-Nr. 0860-2008.c.104 © Bayerisches ArmeemuseumArtillerie im Straßenkampf

Bei den bürgerkriegsartigen Kämpfen in Berlin im Januar und März 1918 setzten Regierungstruppen wo immer möglich schwere Waffen ein. Bei dem abgebildeten Geschütz handelt es sich um eine Feldhaubitze 16, die während des Krieges in Tausenden von Exemplaren hergestellt worden war.

(Bayerisches Armeemuseum, Inv.-Nr. 0860-2008.c.104)



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jpg.png Schulterschüre für Offiziere und Unteroffiziere

Schulterschnüre für Offiziere und Unteroffiziere, gesiegelte Probe des preußischen Kriegsministeriums vom 3. Juni 1919, Inv. Nr. H 11345 © Bayerisches ArmeemuseumSchulterschüre für Offiziere und Unteroffiziere, 1919

Auch die traditionellen Schulterstücke sollten in der vorläufigen Reichswehr keinen Platz mehr finden. Nach österreichischem Vorbild wurden deshalb schmale Schulterschnüre eingeführt, an denen die unterschiedlichen Ranggruppen erkennbar waren.
Entgegen der Angabe auf dem Probeschild wurden diese Schulterschnüre nicht nur von Offizieren, sondern auch von Unteroffizieren getragen.

(Bayerisches Armeemuseum, Inv.-Nr. H 11345, Foto: Andreas Schmidt)



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jpg.png Attentat Eisner

Attentat auf Kurt Eisner, Wandanschlag, Druck auf Papier, Inv.-Nr. 0959-1990.b.16 © Bayerisches ArmeemuseumAttentat auf Eisner

Am 21. Februar 1919 wurde Kurt Eisner von Anton Graf von Arco auf Valley mit mehreren Pistolenschüssen aus kurzer Entfernung erschossen. Der Schankkellner Alois Lindner, Mitglied des Revolutionären Arbeiterrates, schoss kurz darauf im Bayerischen Landtag Ernst Auer nieder, den Vorsitzenden der SPD. Nach Lindners Meinung steckte Auer hinter dem Anschlag auf Eisner.
Damit waren die beiden zentralen Figuren der bayerischen Politik zur gleichen Zeit ausgefallen. In Bayern begann eine Zeit der Wirren.

(Bayerisches Armeemuseum, Inv.-Nr. 0959-1990.b.16)



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jpg.png Mütze eines Rotgardisten 1919

Schirmmütze für Offiziere der Infanterie, Modell 1898 umgearbeitet für Rotgardisten, Bayern 1919, Inv.-Nr. E 5512 © Bayerisches ArmeemuseumMütze eines Rotgardisten 1919

Bei dieser Kopfbedeckung handelt es sich um eine ehemalige Offiziersmütze des Modells 1898, an der die deutsche Reichs- und bayerische Landeskokarde entfernt und durch einen fünfzackigen roten Stern aus Tuch ersetzt wurden.

(Bayerisches Armeemuseum, Inv.-Nr. E 5512, Foto: Andreas Schmidt)



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jpg.png Heeresschau

Heeresschau, Fotopostkarte, Fotografie München 1919, Bayerische Staatsbibliothek, Sign. Hoff-5136 © Bayerische StaatsbibliothekHeeresschau

Am 22. April 1919 endete der Generalstreik. Die neuen Herren zeigten ihre Macht mit einer Parade der „Roten Armee“. Victor Klemperer, der den Krieg mitgemacht hatte und Soldaten beurteilen konnte, beobachtete die Heerschau vor dem Kriegsministerium in der Ludwigsstraße (links im Bild):
„Der Marsch der Bataillone war gut, soweit es nicht Soldaten waren, die marschierten. Die Feldgrauen sind junge Burschen, die frech, aber unkriegerisch aussehen, die alle noch kein Pulver gerochen haben. Dagegen die Zivilisten! Das sind die eigentlichen Soldaten; sie treten auf, sie tragen das Gewehr nicht anders, als sie es draußen getan haben, wenn sie in Stellung gingen. Festigkeit in der Haltung, entschiedene Gesichter.“

(Bayerische Staatsbibliothek, Sign. Hoff-5136)



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jpg.png Erinnerung an die „Rettung Bayerns“

Erinnerung an die „Rettung Bayerns“ Wahlpropaganda 1928, Plakat von Hermann Keimel, Farblithografie, Inv.-Nr. 0679-1994 © Bayerisches ArmeemuseumErinnerung an die „Rettung Bayerns“, Wahlpropaganda 1928

Der Betrachter dieses Wahlplakats der Bayerischen Volkspartei soll sich mit dem schaffend-aufbauenden Bayernvolk identifizieren, dem als Kontrast der zerstörende Revolutionär aus dem Jahr 1918 gegenübergestellt wird. Dieser zeigt asiatische Gesichtszüge und führt eine fetzenartig zerrissene rote Fahne, während die weißblaue des bäuerlichen Bayern makellos erscheint.
Das Plakat wurde von dem bekannten Münchner Plakatkünstler Hermann Keimel (1899-1948) entworfen.

(Bayerisches Armeemuseum, Inv.-Nr. 0679-1994)



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jpg.png Abzeichen der Einwohnerwehr

Abzeichen der Einwohnerwehr, Gau Straubing, Inv.-Nr. H 15722 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Andreas Schmidt)Abzeichen der Einwohnerwehr

Die Mitglieder der Einwohnerwehr Bayern waren nicht uniformiert. Als Kennzeichen trugen sie weißblaue Armbinden, auf denen ein zusätzliches Abzeichen der lokalen Unterorganisation aufgelegt sein konnte.

(Bayerisches Armeemuseum, Inv.-Nr. H 15722, Foto: Andreas Schmidt)



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jpg.png Stahlhelm des Freikorps Epp

Stahlhelm des Freikorps Epp mit gekröntem Wappenschild, wohl nach 1919, Inv.-Nr. H 4629 © Bayerisches ArmeemuseumStahlhelm des Freikorps Epp, 1919

Während des Einsatzes in München trugen die Angehörigen des Freikorps Epp einen aufgemalten weißen Ring um den Helm, aber auch andere weiße Abzeichen. Der vorliegende Helm mit dem aufwendig gemalten weiß-blauen Wappenschild und der Königskrone sollte offensichtlich als ein Erinnerungsstück an das Freikorps dienen und auf die monarchische Gesinnung des Verbandes hinweisen.

(Bayerisches Armeemuseum, Inv.-Nr. H 4629)



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jpg.png „Proklamation an das deutsche Volk!“

„Proklamation an das deutsche Volk!“, Wandanschlag, Druck auf Papier, Inv.-Nr. 0467-1982 © Bayerisches Armeemuseum„Proklamation an das deutsche Volk!“

Maueranschläge waren ein übliches Mittel zur Information und Beeinflussung der Bevölkerung. Mit diesem Aufruf gaben die Putschisten ihren Griff nach der Macht bekannt, als sei er bereits eine vollzogene Tatsache.
Er trägt noch die Unterschriften des Reichswehrgenerals von Lossow und des
Chefs der bayerischen Landespolizei, Oberst von Seißer. Beide hatten aber in der Nacht vom 8. auf den 9. November kalte Füße bekommen und sich aus dem Unternehmen zurückgezogen, was wesentlich zu seinem Scheitern beitrug.

(Bayerisches Armeemuseum, Inv.-Nr. 0467-1982)



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