Formen des Krieges 1600-1815
Das Zelt des Großwesirs
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Friedensbeginn? Bayern 1918-1923


Objekt des Monats


Collane mit Ordenskreuz vom Haus-Ritterorden vom heiligen Hubertus, 1708 bis 1812), Inv. Nr. N 1329 © Bayerisches Armeemuseum

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Pirschbüchse des Pfalzgrafen Ottheinrich
(Pfalz-Neuburg 1533)

Radschlossgewehr (Pfalz-Neuburg, 1533) des Pfalzgrafen Ottheinrich, Inv.-Nr. A 11918 © Bayerisches ArmeemuseumDieses Radschlossgewehr ist die älteste datierte Schusswaffe des Bayerischen Armeemuseums. Sie stammt aus dem Besitz des Pfalzgrafen Ottheinrich (1502-1559), der mit seinem Bruder Philipp seit 1522 die „junge Pfalz“ (Neuburg und die Oberpfalz) regierte. Der Lauf des Gewehrs besitzt ein Kaliber von 19 mm und ist in seinem Innern glatt, hat also keine Züge. Es diente nicht militärischen Zwecken, sondern der Jagd. Die Beineinlagen auf der linken Kolbenseite zeigen das Wittelsbacher Rautenwappen, das Anfertigungsjahr („1533“) und den abgekürzten Namen des Pfalzgrafen („OTTH“).

Radschlossgewehr (Pfalz-Neuburg, 1533) des Pfalzgrafen Ottheinrich, Inv.-Nr. A 11918 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Gert Schmidbauer)Die Auslösung des Schusses erfolgte mit einem Radschloss. Das war ein komplizierter, federgetriebener Mechanismus, der ähnlich wie ein Feuerzeug funktionierte und damals erst seit wenigen Jahrzehnten bekannt war. Damit war es möglich, die Waffe geladen und jederzeit schussfertig zu führen. Beim älteren Luntenschloss musste man das Zündmittel, also die Lunte, stets am Glimmen halten, was die ständige Aufmerksamkeit des Schützen verlangte.

Das Gewehr ist in der Schatzkammer des Bayerischen Armeemuseums ausgestellt und wird von Tobias Schönauer und Dieter Storz ausführlich im Katalog „Plattenrock, Buckler und Conquistador. Aus der Schatzkammer des Bayerischen Armeemuseums“ vorgestellt (Inv. Nr. A 11918).