GeschlossenGeschlossenDas Museum des Ersten Weltkriegs und
das Bayerische Polizeimuseum
müssen am 7. Juli 2022 wegen des Firmenlaufs leider bereits um 16 Uhr schließen.

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Alle drei Häuser des Museums bleiben wegen einer Veranstaltung am 14. und 15. Juli 2022 geschlossen!
Am 16. Juli 2022 ist nur das Neue Schloss geöffnet!

Panzer: Renault UE Chenillette
(1930-1941)

Kleinpanzer Renault UE Chenillette; Inv. Nr. 0812-1984 © Bayerisches ArmeeuseumDer Renault UE Chenillette („kleines Kettenfahrzeug“) war ein kleiner und billiger französischer Panzer, der von 1930 bis 1941 – also noch nach der Niederlage Frankreichs im Juni 1940 – in 5.168 Exemplaren produziert wurde. Kleinpanzer („Tanketten“) waren in den 1930er Jahren eine militärische „Mode“. Da ihre schwache Panzerung höchstens gegen kleinkalibrige Infanteriemunition schützte, waren sie Kampfpanzern im Gefecht jedoch hoffnungslos unterlegen, weswegen sie überwiegend als Nachschub- bzw. Transportfahrzeuge oder als Selbstfahrlafetten dienten. Der „Chenillette“ war bei den französischen Streitkräften weit verbreitet und beliebt: Jedes Infanterieregiment hatte neun Fahrzeuge, die mechanisierten Regimenter bis zu 66 Tanketten. Da sie unbewaffnet waren, durfte die französische Vichy-Regierung sie gemäß den Waffenstillstandsbedingungen weiter einsetzen. Im Westfeldzug (10. Mai bis 25. Juni 1940) erbeutete die Wehrmacht einige tausend „Chenillettes“ und gliederte die zuverlässigen, schnellen und sehr geländegängigen Fahrzeuge  – versehen mit dem Balkenkreuz und mit heute teilweise abenteuerlich anmutenden Umbauten – unter der Bezeichnung „Infanterieschlepper UE 630 (f)“ in die eigenen Verbände ein: als gepanzerte Munitionstransporter, als Selbstfahrlafetten für Panzerabwehrkanonen der Kaliber 3,7 cm bis 7,62 cm sowie für leichte Infanteriegeschützen, als Trägerfahrzeuge für ungelenkte 28 cm-/32 cm-Artillerieraketen oder in der Partisanenbekämpfung in den rückwärtigen Gebieten. Die Luftwaffe nutzte die Fahrzeuge u. a. zum Schleppen von Flugzeugen. Als Flugplatz-Sicherungsfahrzeuge erhielten sie gepanzerte MG-Stände für 7,62-mm- oder 13-mm-MG.

Im Heck des Kleinpanzers war ein von innen kippbarer Transportbehälter mit bis zu 400 kg Zuladegewicht angebracht. Ein gepanzerter Anhänger mit Gleiskettenlaufwerk erhöhte seine Kapazität auf ca. eine Tonne.


Technische Daten:
•    Besatzung:            2
•    Länge:                   2,94 m
•    Breite:                   1,74 m
•    Höhe:                    1,24 m
•    Gewicht:                3,3 t
•    Panzerung:            9 mm
•    Antrieb:                  4-Zylinder-Ottomotor mit 38 PS
•    Höchstgeschwindigkeit:    30 km/h
•    Reichweite:            ca. 100 km

Dieses Objekt befindet sich im Depot des Bayerischen Armeemuseums (Inv. Nr. 0812-1984).