Objekt des Monats


Kissen gefertigt aus einer Trompetenfahne Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, vermutlich 1613, Inv.-Nr. A 6161 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Das Reduit Tilly und der Turm Triva sind am 3.9.2022 leider geschlossen, das Neue Schloss öffnet von 18.00 bis 0:00 Uhr.
Alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums öffnen am 4. September erst um 12 Uhr.

An den folgenden Tagen ändern sich wegen der Veranstaltung "Mut zum Hut" die Öffnungszeiten des Neuen Schlosses folgendermaßen:
22.09.2022: Ganztägig geschlossen
23.09.2022: 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr
24.09.2022: 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr
25.09.2022: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Spanischer Reiter
(Deutsch, um 1700)

A1853Spanische Reiter waren bewegliche Feldhindernisse, die sich durch das Zusammensetzen leichter Bauteile rasch herstellen ließen.
Von den Spießen, "Schweinsfedern" genannt, konnte jeder Fußsoldat einen mit sich führen. Der Balken wurde auf dem Marsch in Wagen gefahren, im Gefecht getragen. Mit diesen sogenannten „Spanischen Reitern“ ließ sich schnell auf freiem Feld ein wirkungsvoller Schutz wall bilden, hinter dem die Infanteristen gedeckt waren und das Feuergefecht führen konnten. Mit derartigen Barrieren konnten sich lagernde Truppen gegen Überfälle sichern. Weite Verbreitung fanden sie in den Türkenkriegen als Hindernis gegen die osmanische Kavallerie. Mit der allgemeinen Verbreitung von Bajonetten seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts verschwanden die spanischen Reiter aus der Feldausrüstung, da die Mitführung der Spiese und Balken im Feld recht lästig und umständlich war. In den Stellungskämpfen des 19. und 20. Jahrhunderts, aber auch zur Errichtung von Straßensperren und Kontrollpunkten griff man wieder auf solche beweglichen Sperrelemente zurück..

Der Spanische Reiter ist in der neuen Dauerausstellung "Formen des Krieges 1600-1815" zu sehen (Inv. Nr. A 1853).