Formen des Krieges 1600-1815
Eine Reitgarnitur des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern
Das Zelt des Großwesirs
Neuer Museumsraum (Neues Schloss)


Objekt des Monats


Kissen gefertigt aus einer Trompetenfahne Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, vermutlich 1613, Inv.-Nr. A 6161 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Donbas – Krieg in Europa

Fotografien von Till Mayer

Neues Schloss
22. Januar bis 22. September 2022


Vorschule © Till MayerDie Ausstellung Donbas - Krieg in Europa wird erweitert. In Kürze wird neuestes Bildmaterial des Fotografen Till Mayer aus der Ukraine gezeigt. Leider verzögert sich die Produktion noch etwas, aber sobald die neuen Fotos verfügbar sind, wird die Ausstellung erweitert.

Am 24. Februar 2022 begann Russland mit einer umfassenden Invasion. Es ist nach der Annektion der Krim und dem militärischem Engagement Russlands im Donbas bereits der dritte Überfall der Weltmacht auf das kleinere Nachbarland.
Die Sonderausstellung im Bayerischen Armeemuseum wächst mit den erschreckenden kriegerischen Ereignissen in der Ukraine mit. So wird aus der Donbas-Ausstellung, die einen lange vergessenen Krieg im Osten der Ukraine dokumentiert, eine fotografische Reise, die bis Wochen nach dem Beginn der Invasion reicht.
Bereits am 17. Juli 2014 trat der Konflikt im Osten der Ukraine ins grelle Licht der Weltöffentlichkeit: Eine Passagiermaschine der Malaysian Airlines mit 298 Menschen an Bord wurde in dieser Region abgeschossen. Tatsächlich sind Teile des Donezk-Beckens schon seit April 2014, kurz nach der russischen Invasion in der Ukraine, Schauplatz eines bewaffneten Konfliktes. Bewaffnete Separatisten beherrschen Teile des Gebietes. Sie werden politisch, militärisch und personell stark vom mächtigen Nachbarn Russland unterstützt. Der Konflikt geriet zeitweise fast in Vergessenheit. Ein verhängnisvoller Fehler, wie der umfassende Krieg in der Ukraine jetzt beweist. Die gesamte Sicherheitsstruktur Europas ist heute erschüttert.

Der Fotograf und Journalist Till Mayer zeigt nicht die Politik, nicht die Mächtigen, nicht die großen Aktionen, sondern das Alltagsgesicht des Krieges. Er erzählt den Krieg in der Ukraine anhand von Schicksalen der Menschen, die ihn durchleiden müssen. Soldaten in den Schützengräben, das Alltagsleben an der Front. Eine eigene, erst 2021 entstandene Serie von Bildern ist Soldatinnen gewidmet. Die Zivilbevölkerung rückt er ebenso ins Bild, die Trauer über die Toten, die Zerstörungen in den Orten, das Leben in Trümmern.
Till Mayer hat den Kriegsschauplatz fast von Beginn des Konfliktes an sehr häufig besucht. Er kennt die Orte, den Frontverlauf, und er hat viele Menschen mit seiner Kamera begleitet. Einige der Porträtierten sind dem Krieg inzwischen zum Opfer gefallen, andere haben wegen der aktuellen Invasion gerade ihre Heimat verloren. Auf den aktuellen Fotos sieht man die Rauchschwaden von Raketeneinschlägen über der ukrainischen Hauptstadt. Zivilisten, die in Bunkern ausharren, Vertriebene und Helfende.

Die Ausstellung versteht sich als Mahnung, dass der Frieden zu den obersten Geboten des Völkerrechts gehört.

Weitere Infos finden SIe auch auf folgenden Internetseiten:
https://www.winter-in-lviv.org/
https://www.fuer-ein-laecheln.org/

Till Mayer 2022Der Ausstellung ging ein Fotoband voraus: Till Mayer: Donbas. Europas vergessener Krieg, Bamberg: Erich Weiß Verlag, 2019.