Formen des Krieges 1600-1815
Das Zelt des Großwesirs
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Friedensbeginn? Bayern 1918-1923


Objekt des Monats


Collane mit Ordenskreuz vom Haus-Ritterorden vom heiligen Hubertus, 1708 bis 1812), Inv. Nr. N 1329 © Bayerisches Armeemuseum

Derzeit gilt für den Eintritt ins Museum die 3G-Regel
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Standarte des Herzogs Johann Theodor von Bayern
(1746 – 1763)

Standarte des Herzogs Johann Theodor von Bayern, 1746-1763, Inv.-Nr. VF 376 © Bayerisches Armeemuseum

Die Standarte zeigt auf blauem Grund das kombinierte Wappen der Bistümer Freising, Regensburg und Lüttich mit dem Wittelsbacher Wappenschild in der Mitte. Es wird überragt von einem Fürstenhut, Vortragekreuz, Bischofsstab und Schwert. Darüber schwebt der rote Kardinalshut, in jeweils neun frei aufliegende Quasten auslaufend. In den Ecken befindet sich das gespiegelte Monogramm „JT“ für Johann Theodor.
Die ungewöhnlich erscheinende Verbindung der Wittelsbacher Dynastie und Lütticher Bischofswürde reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Im Zeichen der Gegenreformation waren die bayerischen Herzöge um eine Festigung des Katholizismus bemüht und sorgten sich gleichzeitig um Pfründen für ihre zweitgeborenen Söhne. Dadurch sicherten sie sich geistliche Fürstentümer weit über die Grenzen Bayerns hinaus bis zu Köln und Münster, ja sogar bis zum Bistum Lüttich, das 1581 bis 1763 in wittelsbachischem Besitz blieb. Dem Prinzen Johann Theodor, jüngster Sohn des Kurfürsten Max Emanuel, wurde neben den Bistümern Regensburg und Freising 1744 auch das Bistum Lüttich übertragen, das noch zum alten Deutschen Reich gehörte; dort erhielt er 1746 die Kardinalswürde. Sein Tod im Jahre 1763 bedeutete auch das Ende der Wittelsbacher geistlichen Sekundogenituren.

Es handelt sich bei diesem Objekt um eine Dauerleihgabe des "Vereins der Freunde des Bayerischen Armeemuseums" (Inv.-Nr. VF 376)