Objekt des Monats


Kissen gefertigt aus einer Trompetenfahne Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, vermutlich 1613, Inv.-Nr. A 6161 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Das Reduit Tilly und der Turm Triva sind am 3.9.2022 leider geschlossen, das Neue Schloss öffnet von 18.00 bis 0:00 Uhr.
Alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums öffnen am 4. September erst um 12 Uhr.

An den folgenden Tagen ändern sich wegen der Veranstaltung "Mut zum Hut" die Öffnungszeiten des Neuen Schlosses folgendermaßen:
22.09.2022: Ganztägig geschlossen
23.09.2022: 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr
24.09.2022: 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr
25.09.2022: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Vortrag
Der Umgang mit dem toten Körper – kulturelle und ethische Aspekte
(Prof. Dr. Reiner Sörries, Kassel)

am 31. Agust 2011, 19 Uhr im Fahnensaal des Neuen Schlosse

Seit den Körperwelten des Gunter von Hagens hat die Frage nach dem Umgang mit dem Leichnam zu öffentlichen Diskussionen geführt. Einen Aufschrei der Empörung verursachten die Bilder von deutschen Soldaten in Afghanistan mit den Schädeln vermutlich gefallener Taliban. Inzwischen hat die Forderung nach Rückführung von musealisierten Schädeln in ihre Heimatländer Südostasiens zu außenpolitischen Irritationen geführt. Und wie verhält es sich mit der öffentlichen Zurschaustellung des Ötzi, die inzwischen 20jähriges Jubiläum feiert? Ist unsere Gesellschaft beim Umgang mit dem Leichnam inzwischen sensibel geworden? Noch in den Panoptiken des 19. Jahrhunderts galten Schrumpfköpfe und besondere Leichen als Publikumsattraktionen.
Aber wie verhält es sich eigentlich mit der Bestattungskultur, wenn heute die Aschenreste von Verstorbenen in alle vier Winde verstreut werden? Was ist ein ethisch verantwortlicher Umgang mit dem Leichnam?
Reiner Sörries, Direktor des Museums für Sepulkralkultur, erörtert diese Frage u.a. am Umgang von Museen mit sterblichen Überresten und lädt damit zur Diskussion ein.

Professor Reiner Sörries studierte an der Universität Erlangen-Nürnberg Evangelische Theologie, Christliche Archäologie und Kunstgeschichte studierte. 1987 habilitierte er sich in Erlangen für Christliche Archäologie und Kunstgeschichte. Er ist Pfarrer der Evang.-Luth. Kirche in Bayern und leitet seit 1992 das Zentralinstitut und Museum für Sepulkralkultur in Kassel.

Der Vortrag findet anlässlich der Sonderausstellung Vom Tatort ins Labor. Rechtsmediziner decken auf statt.