Objekt des Monats


Kissen gefertigt aus einer Trompetenfahne Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, vermutlich 1613, Inv.-Nr. A 6161 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Das Reduit Tilly und der Turm Triva sind am 3.9.2022 leider geschlossen, das Neue Schloss öffnet von 18.00 bis 0:00 Uhr.
Alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums öffnen am 4. September erst um 12 Uhr.

An den folgenden Tagen ändern sich wegen der Veranstaltung "Mut zum Hut" die Öffnungszeiten des Neuen Schlosses folgendermaßen:
22.09.2022: Ganztägig geschlossen
23.09.2022: 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr
24.09.2022: 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr
25.09.2022: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Fotomontage
(französisch, 1871)

Fotomontage, "Verbrechen der Kommune", französisch, 1871, Inv.-Nr. 0045-2008.3 © Bayerisches ArmeemuseumDiese Fotografie zählt zu den ersten politischen Fotomontagen überhaupt. Dargestellt ist die Erschießung des republikanischen Zeitungsredakteurs Gustave Chaudey in einem Pariser Gefängnis durch Kommunarden am 23. Mai 1870. Die revolutionäre Pariser Kommune herrschte nach dem Waffenstillstand im Deutsch-Französischen Krieg vom 18. März bis 28. Mai 1871 über die französische Hauptstadt. Als die Truppen der Regierung unter Präsident Thiers Ende Mai Paris stürmten, erschossen die Kommunarden rund 70 Geiseln, darunter neben Chaudey auch den Erzbischof von Paris. Bei der anschließenden Eroberung durch die Regierungstruppen verloren wiederum mindestens 6 600 Kommunarden im Gefecht oder bei Exekutionen ihr Leben.

Das Bild gehört zu einer Serie über die „Verbrechen der Kommune“, die der Fotograf Eugène Appert (1831-1890) bereits wenige Tage nach den Ereignissen Anfang Juni 1871 als Fotomontage aus Fotografien von kostümierten Darstellern und den realen Orten zusammengestellt hat. Appert arbeitete im Auftrag der französischen Regierung und leistete damit einen Beitrag zur Propaganda. Als sich gegen Ende des Jahres zunehmend das Bedürfnis entwickelt hatte, die Schrecken des Bürgerkrieges zu vergessen, wurde der Verkauf solcher Fotografien von der Polizei untersagt.

Die hier gezeigte Aufnahme im Format von 10,8 x 16,4 cm ist eine von drei Fotografien aus dieser Serie, die sich seit 2008 im Besitz des Bayerischen Armeemuseums befinden (Inv.-Nr. 0045-2008.3).