Objekt des Monats


Kissen gefertigt aus einer Trompetenfahne Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, vermutlich 1613, Inv.-Nr. A 6161 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Das Reduit Tilly und der Turm Triva sind am 3.9.2022 leider geschlossen, das Neue Schloss öffnet von 18.00 bis 0:00 Uhr.
Alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums öffnen am 4. September erst um 12 Uhr.

An den folgenden Tagen ändern sich wegen der Veranstaltung "Mut zum Hut" die Öffnungszeiten des Neuen Schlosses folgendermaßen:
22.09.2022: Ganztägig geschlossen
23.09.2022: 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr
24.09.2022: 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr
25.09.2022: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Erinnerung an Wackersdorf
(1988)

Tischdekoration aus Erinnerungsstücken mit direktem Bezug zu den Kämpfen um die WAA Wackersdorf, Inv.-Nr. P 1 © Bayerisches ArmeemuseumAnfang der 1980er Jahre fiel in Bayern die Entscheidung, auf dem Gebiet der Gemeinde Wackersdorf in der Oberpfalz eine Wiederaufbereitungsanlage (WAA) für verbrauchte Kernbrennstäbe aus Atomkraftwerken zu errichten. Dieses Vorhaben rief massive und auch gewalttätige Proteste hervor. Der Bauplatz wurde mit einem stählernen Zaun geschützt, den ein großes Polizeiaufgebot verteidigen musste. 1989 wurde das Bauvorhaben aufgegeben.

Mitarbeiter einer Waffenwerkstatt der Polizei fügten Objekte aus Wackersdorf zu einem Ensemble zusammen, das sie einem leitenden Polizeibeamten zur Erinnerung an seine Einsätze schenkten: Die Mittelachse mit Schraubenmutter besteht aus Verbindungsteilen des Bauzauns. Daran sind zwei drahtförmige Sägeblätter befestigt, wie sie Gegner der WAA verwendeten, um Zaunelemente zu durchtrennen. Vom Zaun selbst stammt der ca. 16 mm starke, grün gestrichene Stab. Krähenfüße sollten die Bereifung von Einsatzfahrzeugen der Polizei zerstören, ins Stammholz getriebene lange Nägel das Fällen von Bäumen erschweren. Steine und Bleikugeln (auf der Mittelsäule) wurden von gewalttätigen Demonstranten ("Autonome") als Wurfgeschosse gegen Polizeibeamte eingesetzt. Mit leistungsfähigen Schleudern ("Zwillen") getriebene Bleikugeln erreichen erhebliche Geschwindigkeiten und können gefährliche Verletzungen hervorrufen. Das Typenschild "508 D" stammt von einem Kleinbus der Polizei, den Demonstranten in Brand gesetzt hatten.

Das Objekt ist im Bayerischen Polizeimuseum ausgestellt (Inv.-Nr. P 1).