Objekt des Monats


Kissen gefertigt aus einer Trompetenfahne Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, vermutlich 1613, Inv.-Nr. A 6161 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Das Reduit Tilly und der Turm Triva sind am 3.9.2022 leider geschlossen, das Neue Schloss öffnet von 18.00 bis 0:00 Uhr.
Alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums öffnen am 4. September erst um 12 Uhr.

An den folgenden Tagen ändern sich wegen der Veranstaltung "Mut zum Hut" die Öffnungszeiten des Neuen Schlosses folgendermaßen:
22.09.2022: Ganztägig geschlossen
23.09.2022: 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr
24.09.2022: 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr
25.09.2022: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Armbinden für Polizeikräfte in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ)
(Sachsen, 1945)

Armbinde für Polizeikräfte der Gemeinde Johann-Georgenstadt, 1945; Rotes Leinen mit weißer Wollstickerei, Inv.-Nr. P 1947 © Bayerisches ArmeemuseumArmbinde für Polizeikräfte der Gemeinde Breitenbrunn, 1945; Rotes Leinen mit schwarzem Aufdruck, Inv.-Nr. P-1948 © Bayerisches ArmeemuseumAufgrund der nach Ende des Zweiten Weltkrieges bestehenden Versorgungsengpässe konnten in der SBZ die provisorisch aufgestellten Polizeikräfte vorerst nicht neu eingekleidet werden. So war man gezwungen, auf Restbestände von Uniformen der ehemaligen Wehrmacht oder Ordnungspolizei zurückgreifen, die durch Entfernen von Hoheitsabzeichen und Effekten entnazifiziert bzw. partiell durch Umfärben den neuen politischen Verhältnissen angepasst wurden.

In vielen Städten und Gemeinden mussten sich die neuen Ordnungskräfte jedoch nur mit besonderen Armbinden begnügen. So legte der Landrat des brandenburgischen Kreises Ruppin auf Anordnung der sowjetischen Besatzungsmacht am 10. Mai 1945 fest, das die Sicherheitsorgane am linken Ärmel weiß-rot-weiße Armbinden mit der Aufschrift „Polizei“ zu tragen hätten. Auch im sowjetischen Sektor der ehemaligen Reichshauptstadt behalf man sich mit Armbinden. So wies der Kommandeur der Berliner Schutzpolizei in seinem Kommandobefehl Nr. 1 vom 22. Mai 1945 die unterstellten Einheiten an, eine weiße Armbinde zu tragen, die den Aufdruck „Polizei“ in deutscher und in russischer Sprache zeigen sollte.

Die hier gezeigten Armbinden aus dem Bestand des Bayerischen Armeemuseums trugen Polizeikräfte aus den sächsischen Gemeinden Breitenbrunn und Johann-Georgenstadt im Erzgebirge, die damals auch zur SBZ gehörten. Hier hatte man sich jedoch für rote Armbinden entschieden. Während die eine mit einer schwarzen Aufschrift „Polizei Breitenbrunn“ und einem Dienststempel versehen ist, zeigt die Armbinde aus der Gemeinde Johann-Georgenstadt eine weiß gewebte Aufschrift „Polizei“ auf Deutsch und Russisch.
Erst 1947 konnte die Abteilung Schutzpolizei in der Deutschen Verwaltung des Innern damit beginnen, Maßnahmen zur Vereinheitlichung der Uniformierung einzuleiten.“

Die Armbinden werden in der Sammlung zur Bayerischen Polizei des Armeemuseums aufbewahrt (Inv.-Nr.n P 1947 und P 1948).