Objekt des Monats


Kissen gefertigt aus einer Trompetenfahne Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, vermutlich 1613, Inv.-Nr. A 6161 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Das Reduit Tilly und der Turm Triva sind am 3.9.2022 leider geschlossen, das Neue Schloss öffnet von 18.00 bis 0:00 Uhr.
Alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums öffnen am 4. September erst um 12 Uhr.

An den folgenden Tagen ändern sich wegen der Veranstaltung "Mut zum Hut" die Öffnungszeiten des Neuen Schlosses folgendermaßen:
22.09.2022: Ganztägig geschlossen
23.09.2022: 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr
24.09.2022: 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr
25.09.2022: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Kochgeschirr M/1828
(Bayern, Mitte 19. Jahrhundert)

Kollektivkochgeschirr, das 1855 offiziell in der bayerischen Armee eingeführt wurde. Erst 1868 ersetzten diese Geschirre die Gemeinschaftskochtöpfe für 10 Personen; Inv.-Nr. B 1338 © Bayerisches Armeemuseum

Fahrbare Feldküchen verbreiteten sich erst im 20. Jahrhundert. Bis dahin mussten die Soldaten ihre warmen Mahlzeiten selbst zubereiten. Das damals übliche Kochgefäß bestand aus verzinntem Eisenblech, hatte einen Deckel, der auch als Bratpfanne benutzt werden konnte, und besaß einen Henkel zum Aufhängen über dem Kochfeuer. Der Kessel selbst hatte ein Fassungsvermögen von etwa zehn Litern. Ein solcher „Kochtopf“ kam auf sieben Mann. Später fand man heraus, dass sein Inhalt auch für zehn ausreichte. Das 2,3 kg schwere und 30 cm breite Gerät wurde von den Soldaten abwechselnd getragen. Das System war so gedacht, dass alle gemeinsam aus diesem Kessel aßen. Das war schon den Menschen des 19. Jahrhunderts unangenehm, und so beschafften sich viele Soldaten aus eigenen Mitteln zusätzliche Essgeschirre. 1855 wurden sie endlich offiziell eingeführt, also auf Staatskosten geliefert. 1868 wurden die großen Kollektivkochgeschirre durch Individualkochgeschirre ersetzt, wie sie bis heute üblich sind. Im Krieg von 1866 haben die bayerischen Soldaten also noch in den großen Kesseln abgekocht.

Das Kochgeschirr ist zurzeit in der Ausstellung "Nord gegen Süd. Der Deutsche Krieg 1866" im Neuen Schloss ausgestellt (Inv.-Nr. B 1338).