Objekt des Monats


Kissen gefertigt aus einer Trompetenfahne Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, vermutlich 1613, Inv.-Nr. A 6161 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Das Reduit Tilly und der Turm Triva sind am 3.9.2022 leider geschlossen, das Neue Schloss öffnet von 18.00 bis 0:00 Uhr.
Alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums öffnen am 4. September erst um 12 Uhr.

An den folgenden Tagen ändern sich wegen der Veranstaltung "Mut zum Hut" die Öffnungszeiten des Neuen Schlosses folgendermaßen:
22.09.2022: Ganztägig geschlossen
23.09.2022: 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr
24.09.2022: 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr
25.09.2022: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Belagerungsharnisch
(Braunschweig?, um 1680)

Belagerungsharnisch aus der Rüstkammer der Fürsten von Braunschweig, um 1680, Inv. Nr. 0277-2017 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Gert Schmidbauer)Harnische und Helme, die bei Belagerungen zum Einsatz kamen, waren besonders schwer. Nur dadurch boten sie bei der Annäherung an Festungen ausreichenden Schutz gegen das Gewehrfeuer des Verteidigers.
Bei Belagerungen waren besonders die in den Laufgräben arbeitenden Spezialtruppen (Sappeure) gefährdet. Sie wurden deshalb mit Harnischen ausgestattet, die Schüssen aus der Festung standhalten konnten. Auch höhere Offiziere trugen spezielle, schwere Belagerungs-harnische, da sie sich bei der Beobachtung exponieren mussten. Derartige Spezialausrüstungen sind nur außerordentlich selten überliefert.
Diese Exponate (Brust, Rücken und Helm) stammen aus der Rüstkammer der Fürsten von Braunschweig und sind mit 6,3 kg (Helm) bzw. über 22 kg (Harnisch) extrem schwer. Der Helm ist mit einem fest vernieteten Augenschirm und geschweiftem Nackenschutz versehen. Die Samtbespannung des Helmes und die Silbertressen des Innenfutters aus gesteppter Seide zeigen, dass sie für eine hochgestellte Persönlichkeit gefertigt wurden. Leider ist der Harnisch heute verputzt, das heißt weitgehend blank poliert. Er war ursprünglich wohl geschwärzt. 2017 ist es gelungen das Stück von einem Privatmann zu kaufen, der es aus dem Kunsthandel erworben hatte.

Das Stück ist in der neuen Dauerausstellung „Formen des Krieges 1600-1815“ im Neuen Schloss zu sehen (Inv. Nr. 0277-2017).