Objekt des Monats


Kissen gefertigt aus einer Trompetenfahne Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, vermutlich 1613, Inv.-Nr. A 6161 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Das Reduit Tilly und der Turm Triva sind am 3.9.2022 leider geschlossen, das Neue Schloss öffnet von 18.00 bis 0:00 Uhr.
Alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums öffnen am 4. September erst um 12 Uhr.

An den folgenden Tagen ändern sich wegen der Veranstaltung "Mut zum Hut" die Öffnungszeiten des Neuen Schlosses folgendermaßen:
22.09.2022: Ganztägig geschlossen
23.09.2022: 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr
24.09.2022: 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr
25.09.2022: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Pirschbüchse des Pfalzgrafen Ottheinrich
(Pfalz-Neuburg 1533)

Radschlossgewehr (Pfalz-Neuburg, 1533) des Pfalzgrafen Ottheinrich, Inv.-Nr. A 11918 © Bayerisches ArmeemuseumDieses Radschlossgewehr ist die älteste datierte Schusswaffe des Bayerischen Armeemuseums. Sie stammt aus dem Besitz des Pfalzgrafen Ottheinrich (1502-1559), der mit seinem Bruder Philipp seit 1522 die „junge Pfalz“ (Neuburg und die Oberpfalz) regierte. Der Lauf des Gewehrs besitzt ein Kaliber von 19 mm und ist in seinem Innern glatt, hat also keine Züge. Es diente nicht militärischen Zwecken, sondern der Jagd. Die Beineinlagen auf der linken Kolbenseite zeigen das Wittelsbacher Rautenwappen, das Anfertigungsjahr („1533“) und den abgekürzten Namen des Pfalzgrafen („OTTH“).

Radschlossgewehr (Pfalz-Neuburg, 1533) des Pfalzgrafen Ottheinrich, Inv.-Nr. A 11918 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Gert Schmidbauer)Die Auslösung des Schusses erfolgte mit einem Radschloss. Das war ein komplizierter, federgetriebener Mechanismus, der ähnlich wie ein Feuerzeug funktionierte und damals erst seit wenigen Jahrzehnten bekannt war. Damit war es möglich, die Waffe geladen und jederzeit schussfertig zu führen. Beim älteren Luntenschloss musste man das Zündmittel, also die Lunte, stets am Glimmen halten, was die ständige Aufmerksamkeit des Schützen verlangte.

Das Gewehr ist in der Schatzkammer des Bayerischen Armeemuseums ausgestellt und wird von Tobias Schönauer und Dieter Storz ausführlich im Katalog „Plattenrock, Buckler und Conquistador. Aus der Schatzkammer des Bayerischen Armeemuseums“ vorgestellt (Inv. Nr. A 11918).