Objekt des Monats


Kissen gefertigt aus einer Trompetenfahne Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, vermutlich 1613, Inv.-Nr. A 6161 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Das Reduit Tilly und der Turm Triva sind am 3.9.2022 leider geschlossen, das Neue Schloss öffnet von 18.00 bis 0:00 Uhr.
Alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums öffnen am 4. September erst um 12 Uhr.

An den folgenden Tagen ändern sich wegen der Veranstaltung "Mut zum Hut" die Öffnungszeiten des Neuen Schlosses folgendermaßen:
22.09.2022: Ganztägig geschlossen
23.09.2022: 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr
24.09.2022: 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr
25.09.2022: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Verschluss eines bayerischen Gewehrs M/69 („Werdergewehr“)
(Bayern 1869)

Verschluss eines bayerischen Gewehrs M/69, sog. Werdergewehr, Inv.-Nr. E 1398 © Bayerisches ArmeemuseumDer Deutsche Krieg von 1866 hatte die Überlegenheit des Hinterladers über von vorn zu ladende Waffen eindringlich gezeigt. Alle Staaten, deren Armeen zu diesem Zeitpunkt noch mit Vorderladern bewaffnet waren, mußten schleunigst umrüsten. Bayern führte 1869 ein damals hochmodernes Hinterladegewehr ein, mit dem es sich waffentechnisch an die Spitze aller deutschen Staaten setzte. Ludwig Werder, technischer Direktor der Maschinenfabrik Cramer-Klett in Nürnberg, hatte das Herzstück des Gewehrs entwickelt, den Verschluß. Mehrere genau aufeinander abgestimmte Federn steuerten seine Funktion und erlaubten eine für damalige Verhältnisse ungewöhnlich hohe Schußfolge. Mit diesem feinmechanischen Präzisionsprodukt ging man in Bayern an die Grenze dessen, was der deutsche Maschinenbau um 1870 leisten konnte. Der hier abgebildete "Mechanismus", wie man den Verschluss nannte, wurde bei der Maschinenfabrik Augsburg hergestellt (Inv.-Nr. E 1398).

Im Wiener Militariaverlag ist eine umfangreiche Veröffentlichung des bayerischen Armeemuseums zu Militärgewehren des deutschen Kaiserreichs erschienen, in der auch die Geschichte des Werdergewehrs detailliert beschrieben wird. Verfasser dieses Buches, das auf umfangreichen Studien in Archiven und Sammlungen aufbaut, ist Dr. Dieter Storz, der am Museum für Handfeuerwaffen zuständig ist.