Objekt des Monats


Kissen gefertigt aus einer Trompetenfahne Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, vermutlich 1613, Inv.-Nr. A 6161 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Das Reduit Tilly und der Turm Triva sind am 3.9.2022 leider geschlossen, das Neue Schloss öffnet von 18.00 bis 0:00 Uhr.
Alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums öffnen am 4. September erst um 12 Uhr.

An den folgenden Tagen ändern sich wegen der Veranstaltung "Mut zum Hut" die Öffnungszeiten des Neuen Schlosses folgendermaßen:
22.09.2022: Ganztägig geschlossen
23.09.2022: 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr
24.09.2022: 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr
25.09.2022: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

15-cm-Granate C/69
(„C“ = Construktionsjahr, also 1869)
Gewicht: 25 kg
Deutsches Reich, 1870

15-cm-Granate C/69 ("C" = Construktionsjahr, also 1869), Inv.-Nr. N 1801 © Bayerisches ArmeemuseumBis 1870 wurden die meisten der herkömmlichen glattläufigen Geschütze durch solche mit gezogenen Rohren ersetzt. An die Stelle kugelförmiger Geschosse traten zylindrische, in Flugrichtung zugespitzte Geschosskörper, die an Reichweite, Treffsicherheit und Wirkung bedeutend überlegen waren. Die hier gezeigte Granate war für die „kurze 15-cm-Bronzekanone C/70“ bestimmt, ein Steilfeuergeschütz für den Kampf um Festungen, und zwar sowohl für den Angriff wie für die Verteidigung. Die Maximalschussweite betrug 4.400 Meter. In den 1870er Jahren waren 30 % der deutschen Belagerungsgeschütze von diesem Typ. Der eiserne Geschosskörper enthielt 1.900 g (Schwarz-)Pulver und war mit einem Bleimantel umgeben, der die plastische Verbindung zu den Zügen des Rohres herstellte. Sie versetzten die Granate in Rotation, damit sie mit der Spitze voran flog und eine präzise Flugbahn beschrieb. Der ursprünglich natürlich glatte Rohrmantel zeigt die Abdrücke der 24 Züge. Das abgebildete Geschoss ist also bereits „durch das Rohr gegangen“.

Das Objekt war in der bayerischen Landesausstellung „Festungen - Frankens Bollwerke“ (17. Mai bis 21. Oktober 2012) in Kronach ausgestellt (Inv. Nr. N 1801).

Schemazeichnung einer 15-cm-Granate © Bayerisches ArmeemuseumKurze 15-cm-Kanone C/70, Inv.-Nr. D 318 © Bayerisches Armeemuseum