Objekt des Monats


Kissen gefertigt aus einer Trompetenfahne Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, vermutlich 1613, Inv.-Nr. A 6161 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Das Reduit Tilly und der Turm Triva sind am 3.9.2022 leider geschlossen, das Neue Schloss öffnet von 18.00 bis 0:00 Uhr.
Alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums öffnen am 4. September erst um 12 Uhr.

An den folgenden Tagen ändern sich wegen der Veranstaltung "Mut zum Hut" die Öffnungszeiten des Neuen Schlosses folgendermaßen:
22.09.2022: Ganztägig geschlossen
23.09.2022: 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr
24.09.2022: 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr
25.09.2022: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Abgesehen von der Größe entsprach das Jugendgewehr Ludwigs II./III. vollkommen dem in der bayerischen Armee eingeführten Infanteriemodell 1842 samt Bajonett. Inv.-Nr. B 6021 © Bayerisches ArmeemuseumKindergewehr Ludwigs II. oder Ludwigs III.
(Bayern, ca. 1855)

Prinzen erhielten im Rahmen ihrer Erziehung überall in Europa eine militärische Ausbildung. Dazu gehörte natürlich das Tragen einer Uniform, aber auch der Umgang mit Waffen. Das Gewehr für Ludwig entsprach, abgesehen von der Größe, vollkommen dem in der bayerischen Armee eingeführten Infanteriemodell 1842 samt Bajonett. Auch der Hersteller war derselbe: die königliche Gewehrfabrik Amberg, ein Staatsbetrieb. Mit 8,5 mm betrug das Kaliber annähernd die Hälfe des Rohrdurchmessers des Armeegewehrs (17,8 mm). Wir wissen nicht, ob es sich um das Gewehr von Ludwig II. oder von Ludwig III. (beide geboren 1845) handelt oder wann es das Kind erhielt. Sicher nicht vor 1850. Nach seinem zehnten Lebensjahr wird er über das Gewehr schon wieder hinausgewachsen sein. In dieser Waffe, die vollkommen gebrauchsfähig ist, darf man kein Spielzeug sehen. Vielmehr war sie ein Erziehungsmittel, das dazu beitragen sollte, schon früh eine enge Beziehung zur Armee herzustellen, die eine der Hauptstützen des Throns bildete.

Vor kurzem wurde ein identisches Gewehr entdeckt, das den Namenszug Leopold, dem Bruder Ludwigs III. trägt. Es nährt die Vermutung, dass das Stück des Bayerischen Armeemuseums nicht Ludwig II., sondern Ludwig III. gehörte.

Das Gewehr war in der bayerischen Landesausstellung zu Ludwig II. auf Schloss Herrenchiemsee ausgestellt (Inv. Nr. B 6021).

Auf dem Schlossblech ist auf der linken Seite der Namenszug Ludwig eingraviert,  auf der rechten Seite findet sich der Herstellerort Amberg. © Bayerisches Armeemuseum

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Kindergewehr Ludwigs II.

(Bayern, ca. 1855)