Objekt des Monats


Kissen gefertigt aus einer Trompetenfahne Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, vermutlich 1613, Inv.-Nr. A 6161 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Das Reduit Tilly und der Turm Triva sind am 3.9.2022 leider geschlossen, das Neue Schloss öffnet von 18.00 bis 0:00 Uhr.
Alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums öffnen am 4. September erst um 12 Uhr.

An den folgenden Tagen ändern sich wegen der Veranstaltung "Mut zum Hut" die Öffnungszeiten des Neuen Schlosses folgendermaßen:
22.09.2022: Ganztägig geschlossen
23.09.2022: 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr
24.09.2022: 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr
25.09.2022: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Retirade (Rückzug) der Franzosen an der Unstrut
(unbekannter Künstler, 1813)

Retirade der Franzosen an der Unstrut 19. bis 21. Oktober 1813 nach der Völkerschlacht von Leipzig, Inv.-Nr. 0096-1966 © Bayerisches ArmeemuseumVom 19. bis 21. Oktober 1813 überschritt die in der Völkerschlacht bei Leipzig (16. bis 19. Oktober) geschlagene französische Armee die Unstrut bei Freyburg. Noch einmal kam es dabei zu blutigen Kämpfen mit den verfolgenden Alliierten. Etwa 100.000 französische Soldaten wälzten sich über die von Pionieren errichteten provisorischen Brücken. Napoleon selbst überwachte und koordinierte den Übergang. Die Franzosen hatten ihre Artillerie so disloziert, dass sie von den Höhen der Schweigenberge und bei Zscheiplitz aus den Raum beherrschen und so die nachdrückenden Feindkräfte aufhalten bzw. deren Bewegungen zumindest stören und verzögern konnten, so dass der weitere Rückzug relativ sicher und geordnet von statten gehen konnte. Die Preußen und Russen überschritten die Unstrut erst am 22. Oktober.

Das Aquarell eines unbekannten Künstlers zeigt den Rückzug der französischen Soldaten über einen Holzsteg. Die Verfolger (Kosaken) sind im Anmarsch und bringen bereits die letzten Flüchtenden zu Fall. Links und in der Mitte sind der flüchtende Tross, die Infanterie und Kavallerie dargestellt, ins Wasser gefallene Franzosen versuchen panisch das rettende Ufer zu erreichen. Eine Kutsche, die ins Wasser gefallen ist, reißt einen Soldaten in die Tiefe.

Der kolorierte Stich war in der Ausstellung „150 Jahre Befreiungshalle - eine runde Sache“ (21. März bis 30. Juni 2013) in Kelheim ausgestellt (Inv. Nr. 0096-1966).