Objekt des Monats


Kissen gefertigt aus einer Trompetenfahne Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, vermutlich 1613, Inv.-Nr. A 6161 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Das Reduit Tilly und der Turm Triva sind am 3.9.2022 leider geschlossen, das Neue Schloss öffnet von 18.00 bis 0:00 Uhr.
Alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums öffnen am 4. September erst um 12 Uhr.

An den folgenden Tagen ändern sich wegen der Veranstaltung "Mut zum Hut" die Öffnungszeiten des Neuen Schlosses folgendermaßen:
22.09.2022: Ganztägig geschlossen
23.09.2022: 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr
24.09.2022: 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr
25.09.2022: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Gefallene französische Soldaten auf der Brücke über die Kolotscha. 17. September 1812; Inv.-Nr. 0064-1967.57 © Bayerisches ArmeemuseumChristian Wilhelm von Faber du Faur: Die Brücke über die Kolotscha bei Borodino
(17. September 1812)

Christian Wilhelm von Faber du Faur war ein äußerst talentierter Maler, der als Artillerieoffizier am Russlandfeldzug Napoleons 1812 teilnahm. Während des Feldzugs, den nur ein Bruchteil der "Grande Armée" überlebte, fertigte er eine Vielzahl von Skizzen an, die er später in Form von Aquarellen "ins Reine" übertrug.
Das Aquarell zeigt die Brücke, welche gleich hinter Borodino über die Kolotscha gegen Gorki führt. Am 7. September 1812 war sie der Schauplatz eines blutigen Kampfes.
Mit der Wegnahme von Borodino hatte jene denkwürdige Schlacht begonnen. Das 106. Regiment des IV. Armeekorps, welchem dieser Auftrag zuteil wurde, durch den glücklichen Anfang hingerissen, hatte nach der Wegnahme von Borodino, statt die Brücke über die Kolotscha zu zerstören, diese stürmend überschritten und war gegen die Höhen vor Gorki vorgedrungen. Dort von allen Seiten von russischer Übermacht gedrängt und von den Werken vor Gorki, welche die Straße schlossen, mit einem mörderischen Feuer empfangen, war es gegen die Brücke mit großem Verluste zurückgeworfen worden, und nur den Anstrengungen des 92. Regiments, das zu seiner Hilfe herbeieilte, hatte es zu danken, dass es nicht ganz aufgerieben wurde. Hatte man gleich sowohl während als nach der Schlacht die Brücke, um sie gangbar zu machen, von den Leichen großenteils geräumt und diese in die Kolotscha geworfen, so blieben doch an den Rändern derselben stellenweise mehr als hinlänglich Tote, sowohl einzeln als aufeinander geschichtet, liegen, um auch noch später ein deutliches grauses Bild des Kampfes zu geben, der hier gekämpft worden.
(Text von Major Friedrich von Kausler 1831 - Kamerad Faber du Faurs im Feldzug)

Das Aquarell war in der Ausstellung „Napoleon und Europa. Traum und Trauma" in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (Bundeskunsthalle) in Bonn zu sehen (Inv. Nr. 64-1967).

2013 war es im Staatsarchiv Stuttgart im Rahmen der Ausstellung „Armee im Untergang. Württemberg und der Feldzug Napoleons gegen Russland 1812"(19. September 2012 bis 25. Januar 2013) ausgestellt.

Mehr zu Christian Wilhelm von Faber du Faur finden Sie auf unserer Internetseite unter Sammlungen - Kunst im Krieg.

 

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Kindergewehr Ludwigs II.

(Bayern, ca. 1855)