Objekt des Monats


Kissen gefertigt aus einer Trompetenfahne Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, vermutlich 1613, Inv.-Nr. A 6161 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Das Reduit Tilly und der Turm Triva sind am 3.9.2022 leider geschlossen, das Neue Schloss öffnet von 18.00 bis 0:00 Uhr.
Alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums öffnen am 4. September erst um 12 Uhr.

An den folgenden Tagen ändern sich wegen der Veranstaltung "Mut zum Hut" die Öffnungszeiten des Neuen Schlosses folgendermaßen:
22.09.2022: Ganztägig geschlossen
23.09.2022: 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr
24.09.2022: 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr
25.09.2022: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Friedrich V., Kurfürst der Pfalz und König von Böhmen
(1596-1632)

Friedrich V., Kurfürst der Pfalz und König von Böhmen, Leihgabe des Bayerischen Nationalmuseums, Inv.-Nr. R 7331 © Foto: Bayerisches ArmeemuseumVon 1610 bis 1623 war Friedrich V. Pfalzgraf und Kurfürst der Pfalz, als Friedrich I. von 1619 bis 1620 auch König von Böhmen. Diese kurze Regierungszeit brachte ihm den Bei- und Spottnamen „Winterkönig“ ein.
Friedrich gehörte zur Pfälzer Linie der Wittelsbacher, die im Gegensatz zur Münchner Linie den katholischen Glauben verlassen und zum reformierten übergetreten war. Die Kurpfalz, die sich aus Gebieten am Rhein, der „Unteren Pfalz“, sowie der „Oberen Pfalz“ mit der Hauptstadt Amberg zusammensetzte, gehörte zur 1608 gegründeten Union, einem protestantischen Fürstenbündnis im deutschen Reich. Das Königreich Böhmen wurde in Personalunion vom Kaiser, einem Habsburger, regiert. Dem Herrschaftsanspruch dieses katholischen Fürsten wollte sich der protestantische Adel Böhmens entziehen. Dieses Bestreben führte 1618 zum „Prager Fenstersturz“, bei dem die Statthalter des Kaisers bzw. Königs aus einem Fenster der Prager Burg geworfen wurden. Nach einem 1619 erfolgten Thronwechsel im Haus Habsburg erkannten die böhmischen Stände den Erbanspruch des Nachfolgers nicht an und wählten den Pfälzer Kurfürsten zu ihrem König. Der regierte aber nur etwas mehr als ein Jahr in Prag: Die Schlacht am Weißen Berg machte schon 1620 seiner Herrschaft ein Ende. Friedrich musste fliehen, verlor auch seine pfälzischen Erblande und verbrachte den Rest seines Lebens im Exil. Eine dauerhafte Folge dieser Ereignisse war die Angliederung der Oberpfalz an Bayern.

Das Gemälde ist in der Dauerausstellung des Museums im Neuen Schloss in der Dürnitz im Erdgeschoss zu sehen (Inv. Nr. R 7331).