Objekt des Monats


Kissen gefertigt aus einer Trompetenfahne Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, vermutlich 1613, Inv.-Nr. A 6161 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Visier einer Hundsgugel
(Deutsch, 14. Jahrhundert)

Visier einer Hundsgugel, Deutsch, Ende 14. Jahrhundert, Inv. Nr. A 6566 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Carlo Paggiarino)Eine Hundsgugel ist eine spezielle Form eines Helmes. Das Visier erinnert an eine Hundeschnauze. Der aufwändig dekorierte Augenschlitz dieses Visiers gilt als einer der schönsten unter den wenigen erhaltenen Stücken dieser Art. Ursprünglich gehörte er sicher zu einer besonders qualitätvollen Beckenhaube.
Mit Hilfe des Scharniers an der Oberkante wurde das Visier an der Beckenhaube befestigt und konnte nach oben weggeklappt werden. Wie bei vielen anderen Originalstücken finden sich die Luftlöcher nur auf der rechten Seite, da die linke Seite des Ritters im Kampf weit verwundbarer war – sie war viel exponierter.
Dieses bei einer Grabung entdeckte Visier mit seiner dunklen Patina kam durch einen Tausch aus dem Besitz der Wittelsbacher Königsfamilie in das Museum.

Das außergwöhnliche Stück ist in der Sonderausstellung „Im Visier des Fotografen. Alte Waffen in neuem Licht“ im Neuen Schloss zu sehen (Inv. Nr. A 6566).