Objekt des Monats


Kissen gefertigt aus einer Trompetenfahne Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, vermutlich 1613, Inv.-Nr. A 6161 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Das Reduit Tilly und der Turm Triva sind am 3.9.2022 leider geschlossen, das Neue Schloss öffnet von 18.00 bis 0:00 Uhr.
Alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums öffnen am 4. September erst um 12 Uhr.

An den folgenden Tagen ändern sich wegen der Veranstaltung "Mut zum Hut" die Öffnungszeiten des Neuen Schlosses folgendermaßen:
22.09.2022: Ganztägig geschlossen
23.09.2022: 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr
24.09.2022: 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr
25.09.2022: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Helm der republikanischen Schutztruppe
(deutsch, Erster Weltkrieg)

Helm der republikanischen Schutztruppe, Helm um 1916, (Bemalung nach 1918), Inv.-Nr. 0222-1972 © Bayerisches ArmeemuseumDieser Verband war in München Anfang November 1918 auf Betreiben der Sozialdemokraten als 750 Mann starke Sicherheitswache der Regierung Eisner aufgestellt und dem Minister für militärische Angelegenheiten Albert Roßhaupter unterstellt worden. Ihr Auftrag war es, die persönliche Sicherheit der Regierungsmitglieder zu gewährleisten.
Auch nach Ausrufung der Räterepublik bezeugte die Republikanische Schutztruppe weiterhin Loyalität gegenüber der bayerischen Exilregierung in Bamberg. Am 13. April 1919, ein Palmsonntag, unternahm der Verband unter Führung seines Kommandeurs Alfred Seyfferitz (1884-1944) und entgegen vorhergegangener Absprachen den Versuch, die Räteherrschaft in München handstreichartig zu beseitigen. Wider Erwarten schloss sich der größte Teil der Münchner Garnison dem Umsturzversuch nicht an. Räte und KPD riefen zu Demonstrationen gegen den Putsch auf. In vergeblicher Hoffnung auf Verstärkung von außen zog sich die Republikanische Schutztruppe auf den Hauptbahnhof zurück. Die schweren Kämpfe forderten 21 Todesopfer endeten mit der Niederlage des Verbandes.

Der in der Ausstellung „Friedensbeginn? Bayern 1918-1923“ gezeigte Helm ist ein Stahlhelm, der 1916 im deutschen Heer eingeführt wurde und zuerst bei den Fronttruppen in vorderster Linie als Kopfschutz Verwendung fand. Bis 1918 war es im deutschen Heer verboten, an den Stahlhelmen irgendwelche Markierungen anzubringen, die auf den Truppenteil schließen lassen könnten. Nach 1918 wird es bei den Freiwilligenverbänden Usus, ihre Helme mit den jeweiligen Verbandsemblemen zu versehen. So auch bei der Republikanische Schutztruppe, die ihre Helm mit einem umlaufen Ring in den Münchner Stadtfarben Schwarz und Gelb verzierte (Inv.-Nr. 0222-1972).