GeschlossenGeschlossenDas Museum des Ersten Weltkriegs und
das Bayerische Polizeimuseum
müssen am 7. Juli 2022 wegen des Firmenlaufs leider bereits um 16 Uhr schließen.

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Alle drei Häuser des Museums bleiben wegen einer Veranstaltung am 14. und 15. Juli 2022 geschlossen!
Am 16. Juli 2022 ist nur das Neue Schloss geöffnet!

Marschstiefel der Reichswehr, um 1930, Inv.-Nr. 0426-1989 © Bayerisches ArmeemuseumMarschstiefel der Reichswehr
(um 1930)

Die Marschstiefel bestanden aus einem Vorderblatt und einem einteiligen Schaft (Naht hinten) mit innen versteiferter Ferse. Die Schafthöhe maß je nach Größe 35-39 cm. Ab 1927 wurde der Schaft geringfügig erweitert, da die lange Tuchhose mehr auftrug als die engen Beine der Stiefelhose. Auf der Schaftinnenseite, 5 cm unterhalb des Randes, war auf beiden Seiten eine schwarze Gurtbandstrippe als Anziehhilfe angenäht. An den Sohlen war zudem eine leichte Benagelung angebracht. Diese Art von Marschstiefeln war in der Infanterie des Reichsheeres mit wenigen Änderungen zwischen ca. 1870 und 1945 im Einsatz.
Zum Marschstiefel mussten die Hosenbeine der langen Tuchhose in einer Falte beiderseits oder auch nur außen nach hinten umgeschlagen werden. Damit die Falte nicht verrutschte, sollten die Hosenbeine unten gebunden oder die Strümpfe über die Beine gezogen werden. Häufig kam das Umschlagen der Falte nach vorne vor, was aber nicht der Vorschrift entsprach.

Diese Stiefel waren als Leihgabe in der Ausstellung „Schuhtick - Von kalten Füßen und heißen Sohlen“ im Landesmuseum Mainz zu sehen (Inv. Nr. 0426-1989).