Formen des Krieges 1600-1815
Das Zelt des Großwesirs
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Friedensbeginn? Bayern 1918-1923


Objekt des Monats


Collane mit Ordenskreuz vom Haus-Ritterorden vom heiligen Hubertus, 1708 bis 1812), Inv. Nr. N 1329 © Bayerisches Armeemuseum

Derzeit gilt für den Eintritt ins Museum die 3G-Regel
Nähere Informationen finden Sie hier.

Christian Wilhelm von Faber du Faur (1780-1857)

 

Selbstbildnis Christian Wilhelm von Faber du Faur © Bayerisches ArmeemuseumChristian Wilhelm von Faber du Faur wurde 1780 als Sohn eines württembergischen Kavallerieobersten in Stuttgart geboren. Nach dem Studium der Rechte war er zunächst in den Jahren 1802 bis 1809 als Regierungsadvokat in Stuttgart tätig. Daneben widmete er sich eifrig seinen künstlerischen Neigungen; mit Vorliebe schuf er landschaftliche Kompositionen und historische Darstellungen, machte sich aber auch als Zeichner von Karrikaturen einen Namen. Erst 1809 trat er – unter dem Eindruck der napoleonischen Kriege – als Freiwilliger in die württembergische Armee ein. Noch im gleichen Jahr wurde er Unterleutnant der leichten Infanterie. Aufgrund seiner hohen Bildung und herausragenden Zeichenkünste erfolgte 1810 die Versetzung zur Artillerie, wo er rasch zum Oberleutnant aufstieg. Während des Russlandfeldzugs 1812 wurde ihm der Orden der französischen Ehrenlegion verliehen; hier zählte er zu der ausgewählten Schar von nur 1000 württembergischen Soldaten, welche diese Katastrophe heil überstehen konnten. Auch nach den Feldzügen blieb Faber du Faur im Offiziersberuf und erklomm langsam die Karriereleiter. 1829 zum Major, 1836 zum Oberstleutnant und 1840 zum Oberst der Artillerie befördert, trat er im gleichen Jahr seinen Dienst als württembergischer Militärbevollmächtigter zur Militärkommission des Deutschen Bundes in Frankfurt an. Nach langen Dienstjahren wurde er 1849 noch zum General befördert und schließlich 1851 pensioniert. Nur wenige Jahre später verstarb er 1857 in Stuttgart.

Faber du Faur hatte als junger Offizier Napoleons Russlandfeldzug vom Beginn bis zum bitteren Ende mitgemacht. Seine vielfachen Eindrücke hielt der begabte Zeichner in einem Skizzenbuch fest, das er ständig mit sich führte. Sogar unter den dramatischen Umständen des katastrophalen Rückzuges vertraute der Künstler die ungeheuren Erlebnisse der Zeichenmappe mit großer Detailgetreue an. Dieses Skizzenbuch wird heute in der Anne S. K. Brown Military Collection in Rhode Island (USA) verwahrt. Eine Sammlung weiterer Skizzen befindet sich in der Staatlichen Graphischen Sammlung in München.

Auch das Bayerische Armeemuseum verwahrt eine große Zahl an Aquarellen Faber du Faurs in seinen Beständen. Ein Großteil ist im Katalog

Christian Wilhelm von Faber du Faur: Der Russlandfeldzug Napoleons 1812, Ingolstadt 2003

publiziert.

 

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  • 92Smorgony
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  • 99Zwischen Korythnia und Krasnoj