GeschlossenGeschlossenDas Museum des Ersten Weltkriegs und
das Bayerische Polizeimuseum
müssen am 7. Juli 2022 wegen des Firmenlaufs leider bereits um 16 Uhr schließen.

The visit of the museum is again possible without 3G requirements, but we recommend to continue wearing a mask in the museum.
In the Reduit Tilly, due to the confinement of the building, there is still an obligation to wear a medical mask.

All three houses of the museum will be closed for an event on 14 and 15 July 2022!
On 16 July 2022 only the New Castle will be open!

Verschluss eines bayerischen Gewehrs M/69 („Werdergewehr“)
(Bayern 1869)

Verschluss eines bayerischen Gewehrs M/69, sog. Werdergewehr, Inv.-Nr. E 1398 © Bayerisches ArmeemuseumDer Deutsche Krieg von 1866 hatte die Überlegenheit des Hinterladers über von vorn zu ladende Waffen eindringlich gezeigt. Alle Staaten, deren Armeen zu diesem Zeitpunkt noch mit Vorderladern bewaffnet waren, mußten schleunigst umrüsten. Bayern führte 1869 ein damals hochmodernes Hinterladegewehr ein, mit dem es sich waffentechnisch an die Spitze aller deutschen Staaten setzte. Ludwig Werder, technischer Direktor der Maschinenfabrik Cramer-Klett in Nürnberg, hatte das Herzstück des Gewehrs entwickelt, den Verschluß. Mehrere genau aufeinander abgestimmte Federn steuerten seine Funktion und erlaubten eine für damalige Verhältnisse ungewöhnlich hohe Schußfolge. Mit diesem feinmechanischen Präzisionsprodukt ging man in Bayern an die Grenze dessen, was der deutsche Maschinenbau um 1870 leisten konnte. Der hier abgebildete "Mechanismus", wie man den Verschluss nannte, wurde bei der Maschinenfabrik Augsburg hergestellt (Inv.-Nr. E 1398).

Im Wiener Militariaverlag ist eine umfangreiche Veröffentlichung des bayerischen Armeemuseums zu Militärgewehren des deutschen Kaiserreichs erschienen, in der auch die Geschichte des Werdergewehrs detailliert beschrieben wird. Verfasser dieses Buches, das auf umfangreichen Studien in Archiven und Sammlungen aufbaut, ist Dr. Dieter Storz, der am Museum für Handfeuerwaffen zuständig ist.