GeschlossenGeschlossenDas Museum des Ersten Weltkriegs und
das Bayerische Polizeimuseum
müssen am 7. Juli 2022 wegen des Firmenlaufs leider bereits um 16 Uhr schließen.

The visit of the museum is again possible without 3G requirements, but we recommend to continue wearing a mask in the museum.
In the Reduit Tilly, due to the confinement of the building, there is still an obligation to wear a medical mask.

All three houses of the museum will be closed for an event on 14 and 15 July 2022!
On 16 July 2022 only the New Castle will be open!

15-cm-Granate C/69
(„C“ = Construktionsjahr, also 1869)
Gewicht: 25 kg
Deutsches Reich, 1870

15-cm-Granate C/69 ("C" = Construktionsjahr, also 1869), Inv.-Nr. N 1801 © Bayerisches ArmeemuseumBis 1870 wurden die meisten der herkömmlichen glattläufigen Geschütze durch solche mit gezogenen Rohren ersetzt. An die Stelle kugelförmiger Geschosse traten zylindrische, in Flugrichtung zugespitzte Geschosskörper, die an Reichweite, Treffsicherheit und Wirkung bedeutend überlegen waren. Die hier gezeigte Granate war für die „kurze 15-cm-Bronzekanone C/70“ bestimmt, ein Steilfeuergeschütz für den Kampf um Festungen, und zwar sowohl für den Angriff wie für die Verteidigung. Die Maximalschussweite betrug 4.400 Meter. In den 1870er Jahren waren 30 % der deutschen Belagerungsgeschütze von diesem Typ. Der eiserne Geschosskörper enthielt 1.900 g (Schwarz-)Pulver und war mit einem Bleimantel umgeben, der die plastische Verbindung zu den Zügen des Rohres herstellte. Sie versetzten die Granate in Rotation, damit sie mit der Spitze voran flog und eine präzise Flugbahn beschrieb. Der ursprünglich natürlich glatte Rohrmantel zeigt die Abdrücke der 24 Züge. Das abgebildete Geschoss ist also bereits „durch das Rohr gegangen“.

Das Objekt war in der bayerischen Landesausstellung „Festungen - Frankens Bollwerke“ (17. Mai bis 21. Oktober 2012) in Kronach ausgestellt (Inv. Nr. N 1801).

Schemazeichnung einer 15-cm-Granate © Bayerisches ArmeemuseumKurze 15-cm-Kanone C/70, Inv.-Nr. D 318 © Bayerisches Armeemuseum