GeschlossenGeschlossenDas Museum des Ersten Weltkriegs und
das Bayerische Polizeimuseum
müssen am 7. Juli 2022 wegen des Firmenlaufs leider bereits um 16 Uhr schließen.

The visit of the museum is again possible without 3G requirements, but we recommend to continue wearing a mask in the museum.
In the Reduit Tilly, due to the confinement of the building, there is still an obligation to wear a medical mask.

All three houses of the museum will be closed for an event on 14 and 15 July 2022!
On 16 July 2022 only the New Castle will be open!

Offizier des Fränkischen Kreises
(deutsch, um 1745)

Offizier des Kürassier-Regiments Bayreuth des Fränkischen Kreises, deutsch um 1745, Inv.-Nr. 0004-1982 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Gert Schmidbauer)Die Portraitmalerei war eine der wichtigsten Formen der Auftragskunst. Portraits zeigen, wie die Dargestellten sich sehen wollten oder wie sie als Angehörige ihres Standes aussehen sollten. Die Künstler stellten ihre Auftraggeber individuell erkennbar, aber natürlich oft auch geschönt und idealisiert dar. Offiziere und Adelige erscheinen meist in gebieterischen Posen. Heerführer werden auch gerne auf einem bäumenden Pferd gezeigt, das sie beherrschen wie ihre Truppen.
Kleidung und Uniformen wurden zumeist in allen Details genau wiedergegeben. Manchmal wurden sie aber ergänzt durch längst nicht mehr getragene Accessoires wie etwa Harnische, die den ritterlich-adeligen Rang und Stand symbolisch manifestieren sollten.

Dieser unbekannte adelige Offizier gehörte vermutlich dem Kürassier-Regiment „Bayreuth“ des fränkischen Reichskreises an. An Stelle des Rockes (Justaucorps) ist er nur mit dem aus Leder oder einem sehr schweren Wollstoff gefertigten Koller bekleidet, der vorne mit Haken geschlossen wurde. Darüber konnte ein Kürass (Brustpanzer) getragen werden. Die Schärpe und das Portepée an Degen und Stock in den Farben Silber, Schwarz und Rot weisen ihn als Offizier des Fränkischen Kreises aus. Nur als gemaltes Symbol seiner adligen Herkunft dient der neben ihm auf einem Felsblock platzierte Ritterhelm.
Das Gemälde wurde 1982 auf einer Auktion für das Armeemuseum erworben und ist derzeit in der Sonderausstellung „Soldatenbilder 1650-1820. Gemälde aus dem Depot des Bayerischen Armeemuseums“ zu sehen (Inv.-Nr. 0004-1982).