GeschlossenGeschlossenDas Museum des Ersten Weltkriegs und
das Bayerische Polizeimuseum
müssen am 7. Juli 2022 wegen des Firmenlaufs leider bereits um 16 Uhr schließen.

The visit of the museum is again possible without 3G requirements, but we recommend to continue wearing a mask in the museum.
In the Reduit Tilly, due to the confinement of the building, there is still an obligation to wear a medical mask.

All three houses of the museum will be closed for an event on 14 and 15 July 2022!
On 16 July 2022 only the New Castle will be open!

Bayerischer Infanterist
Louis Braun
(Bayern, um 1870)

Bayerischer Infanterist (Louis Braun) um 1870, Inv.-Nr. B 2064 © Bayerisches ArmeemuseumDas Gemälde des berühmten Militärmalers Louis Braun (1836-1916) stellt eine Studie dar, die den als Krankenträger in der Sanitätskompanie eingesetzten Infanteristen Max Lehner in zwei verschiedenen Blickwinkeln zeigt, wie die Bezeichnung rechts oben nahelegt: „Max Lehner, Bayerstr. 21/III München (?)“. Louis Braun war selbst an den Kriegsschauplätzen von 1866 und 1871 gewesen, wo er Eindrücke für seine Schlachtenbilder und Panoramen sammelte.

Erst mit den Söldnerheeren des 15. bis 17. Jahrhunderts und erst recht mit dem Aufkommen der stehenden Heere (in Bayern seit 1682) entstand allmählich, grundsätzlich aber immer völlig unzureichend, die „Sanität“. Eine Zäsur für den Militärsanitätsdienst bedeuten die Jahre 1859 und 1864. Nach der Schlacht von Solferino 1859 initiierte der Schweizer Henry Dunant angesichts des Leidens Tausender Verwundeter eine spontane Hilfsaktion für - und das ist zu betonen - alle Kriegsparteien. 1864 wurde von zwölf Staaten Europas die „Genfer Konvention zur Verbesserung des Loses der Verwundeten und Kranken bei dem im Felde stehenden Armeen“ unterzeichnet sowie das „Internationale Komitee vom Roten Kreuz“ gegründet, dessen Mitglieder ohne Rücksicht auf die Nationalität Kriegsopfer medizinisch betreuen. Schon 1866 trugen „Sanitäter“ das Schutzzeichen, das respektiert wurde. Im Krieg von 1870 hatte Bayern vier Sanitätskompanien im Einsatz. Die Sanitäter, damals als „Kranken-“ oder „Blessiertenträger“ bezeichnet, wurde in erster Linie aus Berufen rekrutiert, die, wie Bader und Friseure, gewisse medizinische Vorkentnisse besaßen.

Das Gemälde befindet sich in der Grafiksammlung des Bayerischen Armeemuseums (Inv. Nr. B 2064).