Vortrag
Auwaldsee – Jüdischer Friedhof – Ehrenhain. Tote Soldaten finden keine Ruhe
(Edmund Hausfelder, Ingolstadt)

am 27. Juli 2011, 19 Uhr im Fahnensaal des Neuen Schlosses

Seit August 1944 war das Wehrmachtsuntersuchungsgefängnis München im Fort VIII in Manching untergebracht. Bis April 1945 wurden dort von Wehrmachtsrichtern über 100 Todesurteile verhängt. Die Vollstreckung der Urteile erfolgte in der Regel auf einem bestimmten Platz in der Nähe des Auwaldsees.
Viele der dort Hingerichteten fanden zunächst keine Ruhe. Erst nahe des Auwaldsees mehr oder weniger notdürftig verscharrt, wurden sie nach Kriegsende exhumiert, in den Ingolstädter Westfriedhof überführt und dort beigesetzt. Einige der Toten wurden Jahre später noch einmal ausgegraben und teils an zentrale Begräbnisplätze, teils in ihre Heimat überführt.

Edmund J. Hausfelder ist stellvertrender Leiter des Stadtarchivs Ingolstadt.

Der Vortrag findet anlässlich der Sonderausstellung „»Was damals Recht war…« Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht“ statt.