Vortrag
„Die Bandenbekämpfung“ in Frankreich 1941 bis 1944
(Guilhem Zumbaum - Tomasi, Berlin) 

am 20. Juli 2011, 19 Uhr im Fahnensaal des Neuen Schlosses 

Am Beispiel eines Ingolstädter Juden, Herbert Herz, der sich 1943 der französischen, kommmunistischen Résistance, der FTP-MOI,  anschloss, geht der Referent zum einen der Frage nach dem Recht des Widerstandes gegen die Okkupation und ihrer Kollaborateure (Vichy) nach. Zum anderen soll auf die Frage nach dem Recht des Besatzers eingegangen werden. Hierbei wird auch die neuere französische und deutsche Geschichtsforschung der années noires und occupation vorgestellt.
Herr Zumbaum-Tomasi stellt in seinem Vortrag die verschiedenen Akteure der deutschen Besatzung in Frankreich von 1940 bis 1944, die années noires, vor. Erläutert werden soll die menschenverachtende Politik der Repression wie auch die rassisitisch motivierten Verfolgungen von Juden und Widerstandskämpfer/-innen in Frankreich.

Guilhem Zumbaum-Tomasi ist freiberuflich tätiger Historiker in Deutschland und Frankreich. Seine französisch-deutsche Dissertation beschäftigt sich mit der Erinnerung deutscher Kommunisten in der französischen Emigration von 1933 bis 1948. Durch seine Studien in Montpellier setzt er sich seit Ende der neunziger Jahre mit der deutschen und französischen Historiographie zu Themen wie Widerstand, politische Theorien, Nation, Nationlismus und Chauvinismus seit 1789 und moderner Antisemitismus auseinander. Herr Zumbaum-Tomasi hat sowohl in Frankreich als auch in Deutschland studiert und gearbeitet. Im Rahmen verschiedener deutsch-französischer Projekte geht es ihm immer um den Stellenwert der Mémoire / Erinnerungskultur des 19. und 20. Jahrhunderts in der französischen und deutschen Gesellschaft.

Der Vortrag findet anlässlich der Sonderausstellung „»Was damals Recht war…« Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht“ statt.

Der Vortrag findet anlässlich der Sonderausstellung „»Was damals Recht war…« Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht“ statt.