Objekt des Monats


Collane mit Ordenskreuz vom Haus-Ritterorden vom heiligen Hubertus, 1708 bis 1812), Inv. Nr. N 1329 © Bayerisches Armeemuseum

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Modell einer Belagerungskanone
(Maßstab 1 : 6, französisch, um 17480)

Modell einer Belagerungskanone, französisch um 1780, Maßstab 1 : 6, Inv. Nrn. E 477 (Rohr) und E 478 (Lafette) © Bayerisches ArmeemuseumDie schwere Belagerungsartillerie hatte vor allem zwei Aufgaben: Niederkämpfen der Festungsartillerie („Demontieren“) und Durchbrechen („Breschieren“) des Walls.
Belagerungsgeschütze hatten Lafetten und große Räder wie Feldgeschütze, um sie vor der Festung gut in ihre Stellungen manövrieren zu können. Für die Schlacht waren sie aber auf Grund von Größe und Gewicht zu unbeweglich.
Solche Geschütze sollten zuerst aus großer Distanz (ab ca. 600 Meter) die Artilleriestellungen der Verteidiger bekämpfen. Später spielten sie die entscheidende letzte Rolle: Auf eine kurze Distanz (100 Meter und weniger) sollten sie eine Bresche in den Festungswall schießen. Danach war die Festung „sturmreif“.
Das Modell im Maßstab 1:6 gibt einen 24-Pfünder wieder. Bei dem originalen Vorbild hatten die Räder einen Radius von etwa 1,60 m, das Rohr war etwa 3,5 m lang. Als Munition dienten eiserne Vollkugeln mit einem Durchmesser von 15 cm.

Das Modell ist in der neuen Dauerausstellung „Formen des Krieges 1600-1815“ im Raum „Belagerung“ im Neuen Schloss zu sehen (Inv. Nr. E 477).