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Frank Wernitz
Rivalen oder Kampfgemeinschaft in Feldgrau
Ein Diskussionbeitrag zu den Beziehungen zwischen Wehrmacht und bewaffneter SS 1933-1945
(Veröffentlichungen des Bayerischen Armeemuseums 20, Verlag Veit Scherzer)
 
Frank Wernitz, Rivalen oder Kampfgemeinschaft in Feldgrau. Ein Diskussionbeitrag zu den Beziehungen zwischen Wehrmacht und bewaffneter SS 1933-1945 (Veröffentichungen des Bayerischen Armeemuseums 20) © Bayerisches Armeemuseum / Verlag Veit Scherzer
Ab sofort erhältlich

Das Verhältnis von Wehrmacht und „bewaffneter SS“ spielt bis heute eine zentrale Rolle in der Historiographie über die nationalsozialistische Diktatur, nicht nur in militärgeschichtlichen Untersuchungen. Der „Reichsführer SS“ Heinrich Himmler, so der Tenor des aktuellen Forschungsstandes, strebte danach, mit seiner Parteiarmee in Konkurrenz zur Wehrmacht zu treten, um dem Heer schließlich eine gleichrangige SS-Armee entgegenzustellen oder die Wehrmacht sogar eines Tages durch die Waffen-SS abzulösen zu können. Doch der Aufbau stehender und bewaffneter SS-Verbände vollzog sich parallel zu dem Übergang der Streitkräfte vom Berufsheer zu einer Wehrpflichtarmee. Zugleich war die NS-Führung ohnehin entschlossen, die konservativen Beharrungskräfte in der Wehrmacht auf Dauer auszuschalten und das Militär schrittweise zu einer „nationalsozialistischen Volksarmee“ umzugestalten. Aufrüstung, allgemeine Wehrpflicht und politische Indoktrination leiteten eine Transformation ein, in der sich das soldatische Selbstverständnis und die traditionelle Rolle der Streitkräfte aufzulösen begannen. Nach den Vorstellungen der Nationalsozialisten von einer erneuerten, in sich geschlossenen und wehrhaften „Volksgemeinschaft“ musste die ehemals strikte Trennung zwischen der militärischen und zivilen Sphäre aufgehoben werden. Die vorliegende Arbeit beleuchtet deshalb das Verhältnis zwischen bewaffneter SS und Militär unter Betonung des nationalsozialistischen Veränderungsanspruchs und kommt zu bislang unbekannten Erkenntnissen.

Der Autor

Dr. Frank Wernitz wurde 1957 in Boras / Schweden geboren und lebt in München.
Studium der Kommunikationswissenschaften an der Hochschule der Künste Berlin mit Abschluss Diplom-Designer sowie Studium der Neueren und Neusten Geschichte, Ost und südosteuropäischen Geschichte sowie Politischen Wissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
1993 Promotion zum Dr. phil. in München mit einer Arbeit zur Geschichte des kleinen Krieges im 18. Jahrhundert. Von 2000 bis Februar 2016 Leiter des zentralen Personalreferates für alle staatlichen Museen und Sammlungen in Bayern. Seit März 2016 Kurator am Bayerischen Armeemuseum.
Veröffentlichungen zur Militärgeschichte und Phaleristik des 18., 19. und 20. Jahrhunderts. Oberstleutnant d.R. Seit Mai 2012 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Heereskunde e.V. und seit 2013 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Gesellschaft für Ordenskunde e.V.

 

Rivalen oder Kampfgemeinschaft in Feldgrau
Ein Diskussionbeitrag zu den Beziehungen zwischen Wehrmacht und bewaffneter SS 1933-1945
(Veröffentlichungen des Bayerischen Armeemuseums 20)
523 Seiten - Format 14 x 22 cm - ca. 270 Fotos/Abbildungen - Hardcover
ISBN 978-3-938845-87-5
Preis: 69,00 €

Pläne Neues Schloss. Das Bayerische Armeemuseum im Neuen Schloss (Stand Oktober 2023) © Bayerisches Armeemuseum (Zeichnungen: Dagmar Schrade) © Bayerisches Armeemuseum (Zeichnungen: Dagmar Schrade)