Eine Reitgarnitur des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern
Formen des Krieges 1600-1815
Das Zelt des Großwesirs
Neuer Museumsraum (Neues Schloss)


Objekt des Monats


Kissen gefertigt aus einer Trompetenfahne Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, vermutlich 1613, Inv.-Nr. A 6161 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Das Reduit Tilly und der Turm Triva sind am 3.9.2022 leider geschlossen, das Neue Schloss öffnet von 18.00 bis 0:00 Uhr.
Alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums öffnen am 4. September erst um 12 Uhr.

An den folgenden Tagen ändern sich wegen der Veranstaltung "Mut zum Hut" die Öffnungszeiten des Neuen Schlosses folgendermaßen:
22.09.2022: Ganztägig geschlossen
23.09.2022: 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr
24.09.2022: 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr
25.09.2022: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Artillerist – Ingenieur – Unternehmer:
Georg von Reichenbach (1771-1826) und die Anfänge der Rüstungsindustrie in Bayern

Wissenschaftliche Tagung

Veranstalter: Bayerisches Armeemuseum
Ort: Bayerisches Armeemuseum, Neues Schloss, Paradeplatz 4, 85049 Ingolstadt
Zeit: 12. Oktober 2106, 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Die Teilnahme an der Tagung ist frei, eine Anmeldung wird erbeten.

Als Folge der großen Fortschritte, die man seit dem 17. Jahrhundert sowohl auf dem Gebiet der Naturwissenschaften wie des  Maschinen- und Werkzeugbaus erzielt hatte,  kam im 18. Jahrhundert die Industrialisierung  in Gang. Mit ihr erhielt auch die Technik im militärischen Bereich einen noch größeren Stellenwert. Denn Rüstungsgüter konnten seither nicht nur in wesentlich größerem Umfang, sondern auch in völlig neuer Qualität erzeugt werden.  Die Staaten, die sich auch künftig militärisch behaupten wollten, mussten deshalb ihre  Rüstungsproduktion grundlegend modernisieren.

In Bayern ist diese Modernisierung vor allem mit drei Namen verknüpft: Graf von Rumford, Graf de Manson und Georg von Reichenbach. Während aber Rumfords Tätigkeit bereits wiederholt gewürdigt wurde, sind die Verdienste, die sich Manson und vor allem Reichenbach durch den Aufbau einer Rüstungsindustrie erwarben, nahezu vergessen. Dabei galten diese Betriebe als vorbildlich und beschritt Reichenbach bei der Konstruktion von Waffen Wege, die erst Jahrzehnte nach seinem Tod von anderen erneut aufgefunden und dann mit großem Erfolg zu Ende gegangen wurden.

Indem sie die Leistungen der genannten Persönlichkeiten  im Bereich der Militärtechnik und der Rüstungsindustrie der Vergessenheit entzieht, will diese Veranstaltung auch deutlich machen, wie einseitig,  ja irreführend das noch immer so gern gepflegte Klischee vom „Agrarstaat“  Bayern ist.
 

Programm

13.00 Uhr
Begrüßung und Einführung
Dr. Ansgar Reiß

13.15 Uhr
Georg von Reichenbach  als Unternehmer
Prof. Dr. Ivo Schneider

14.15 Uhr
Reichenbach und die Grundlegung von Bayerns Rüstungsindustrie
Prof. Dr. Dirk Götschmann

15.00 Uhr
Reichenbachs  „Schützenstücke“.  Zwei Prototypen aus dem Bestand des Bayerischen Armeemuseum
Objektpräsentation von Dr. Dieter Storz

15.15 Uhr
Kaffeepause

15.45 Uhr
Reichenbachs Überlegungen und Versuche zur Ballistik
Prof. Dr. Dirk Götschmann

16.30 Uhr
Reichenbachs Muster-Infanteriegewehr von 1818
Objektpräsentation von Dr. Dieter Storz