Eine Reitgarnitur des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern
Formen des Krieges 1600-1815
Das Zelt des Großwesirs
Neuer Museumsraum (Neues Schloss)


Objekt des Monats


Kissen gefertigt aus einer Trompetenfahne Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, vermutlich 1613, Inv.-Nr. A 6161 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Das Reduit Tilly und der Turm Triva sind am 3.9.2022 leider geschlossen, das Neue Schloss öffnet von 18.00 bis 0:00 Uhr.
Alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums öffnen am 4. September erst um 12 Uhr.

An den folgenden Tagen ändern sich wegen der Veranstaltung "Mut zum Hut" die Öffnungszeiten des Neuen Schlosses folgendermaßen:
22.09.2022: Ganztägig geschlossen
23.09.2022: 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr
24.09.2022: 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr
25.09.2022: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Flyer Alpenkrieg © Bayerisches ArmeemuseumDie Alpen im Krieg – Krieg in den Alpen
Die Anfänge der deutschen Gebirgstruppe 1915

Museum des Ersten Weltkriegs
17. September 2014 bis 29. Januar 2017


Krieg im Hochgebirge © Bayerisches ArmeemuseumBis Ende des 19. Jahrhunderts waren die Alpen für Zivilisten wie für das Militär uninteressant, ja: abschreckend. Die einen konnten in der unwirtlichen Gegend kaum Landwirtschaft betreiben, Soldaten in dem kaum gangbaren Gelände nicht kämpfen – die Waffentechnik und logistischen Möglichkeiten waren einfach noch nicht soweit. Beides aber änderte sich jetzt rasant, der Blick der Menschen auf die Natur der Alpen wurde ein anderer: Aus lebensfeindlicher Felsenlandschaft wurde touristische „Destination“. Die „Sommerfrische“ in den Bergen zu verbringen, gar das Bergsteigen, galten plötzlich als chic und modern. Aber wo sich ein Tourist bewegen konnte, konnte dies auch ein Soldat tun. Und mit den neuen technischen Errungenschaften wie Eisen- und Seilbahnen und weit reichenden, treffsicheren Gewehren war er  nun in der Lage, die Alpen nicht nur zu durchqueren, er konnte jetzt auch in ihnen kämpfen. Das (Hoch)Gebirge wurde in Frankreich, in Italien, in Österreich-Ungarn Bestandteil militärischer Überlegungen und Pläne. Aber nicht in Bayern!

Im Frühjahr 1915 zeichnete sich immer deutlicher ab, dass das über den „Dreibund“ mit dem Deutschen Kaiserreich und der Habsburgermonarchie verbündete Königreich Italien, das seit der „Julikrise“ und dem Kriegsausbruch vom Sommer 1914 seinen Bündnisverpflichtungen nicht nur nicht nachgekommen war, sondern im Begriff war, sich ganz offen auf die Seite der Entente zu schlagen. Die deutschen Kontingentsheere, darunter die königlich bayerische Armee, sowie die österreichisch-ungarischen Streitkräfte kämpften in Frankreich und in Belgien sowie an der Ostfront und gegen Serbien. Mit dem Ausscheiden Italiens aber drohte nun im Süden der Mittelmächte eine neue Front zu entstehen – eine Front, für die es aber kaum Truppen gab, um sie gegen die italienische Armee zu halten. Ein möglicherweise kriegsentscheidender Einbruch über die Alpen Tirols bis nach Bayern hinein wurde denkbar! Bayern hatte aber aufgrund der ursprünglichen Bündnislage bislang darauf verzichtet, für den Kampf im Hochgebirge spezialisierte Kräfte bereitzustellen. Innerhalb weniger Wochen aber gelang es Konrad Krafft von Dellmensingen, bislang Generalstabschef der bayerischen Armee, aus preußischen, württembergischen und v. a. bayerischen Truppenteilen einen divisionsstarken, gebirgskampftauglichen Großverband aufzustellen, das „Deutsche Alpenkorps“.

Mit der Sonderausstellung „Krieg in den Alpen – die Alpen im Krieg. Die Anfänge der deutschen Gebirgstruppen“ versucht das Bayerische Armeemuseum zusammen mit der „Stiftung Deutsche Gebirgstruppe“, dem „Kameradenkreis Deutsche Gebirgstruppe“, sowie dem Heeresgeschichtlichen Museum (Wien) und dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr (Dresden) beide Entwicklungsstränge zu einer Gesamtschau der Zeit vor 100 Jahren und des Gebirgskrieges gegen Italien zu vereinen, als das alte Europa im Begriff war, sich selbst zu zerstören. Die Ausstellung endet thematisch im September 1915, als das „Alpenkorps“ aus den Alpen abgezogen und an andere Fronten verlegt wurde.

Öffnungszeiten:
Di-Fr     9.00 bis 17.30 Uhr
Sa-So 10.00 bis 17.30 Uhr

Eintrittspreise:
3,50 €; ermäßigt 3,00 €
sonntags 1,00 €